Vijay Iyer Trio

am 12.11.2021
„Uneasy“ – ein Wort, das vielleicht am besten beschreibt, was die politischen und gesellschaftlichen Spannungen, die Sorge vor dem Klimawandel und der hässlich aufblitzende Rassismus der letzten Jahre mit einem anstellen. Von der Pandemie ganz... weiterlesen
Tickets ab 31,00 €

Termine

Orte Datum
Mannheim
Alte Feuerwache
Fr. 12.11.2021 20:00 Uhr Tickets ab 31,00 €

Event-Info

„Uneasy“ – ein Wort, das vielleicht am besten beschreibt, was die politischen und gesellschaftlichen Spannungen, die Sorge vor dem Klimawandel und der hässlich aufblitzende Rassismus der letzten Jahre mit einem anstellen. Von der Pandemie ganz zu schweigen. „Uneasy“ heißt das in diesem Jahr erschienene, 2019 von Manfred Eicher produzierte Album eines hochkarätigen neuen Klaviertrios – mit dem überbordend fantasiereichen Vijay Iyer am Piano, dem mühelos zwischen Neuer und Freier Musik pendelnden Komponisten und Multiinstrumentalisten Tyshawn Sorey an den Drums und der vielsprachigen, rhythmisch wie melodisch immer überraschenden Linda May Han Oh am Bass. Es ist auf jeden Fall ein Album zur Zeit: Nicht nur, weil sich darauf drei der einflussreichsten und vielseitigsten Musiker der letzten Jahre zusammengetan haben. Sondern auch, weil es musikalisch den Erschütterungen, Verstörungen und Verwerfungen unserer Gegenwart eine Form gibt. Die Unruhe, von dem der Titel spricht, ist teils eher subkutan zu spüren, ein subtiles Flirren, das die Kompositionen und Improvisationen immerzu in Bewegung und aufregend hält; und in ein und demselben Stück kann das filigran-lyrische Gespräch zwischen den Dreien in einen dynamischen, wuchtigen Aufruhr übergehen. Acht Originale von Vijay Iyer aus den letzten Jahren werden um zwei Stücke ergänzt, die einen Bogen in die Vergangenheit schlagen, Traditionslinien kenntlich machen: Cole Porters „Night and Day“ lehnt Iyer deutlich an McCoy Tyners Interpretation auf Joe Hendersons Album „Inner Urge“ von 1964 an. Und mit „Drummer’s Song“ verbeugt sich das Trio vor der 2017 viel zu früh verstorbenen Pianistin Geri Allen. „Uneasy“ ist ein Anfang mit großem Ausrufezeichen. Das neue, höchstkonzentrierte Vijay Iyer Trio aber ist vor allem ein Versprechen für die Zukunft – und beim Enjoy Jazz Festival lässt sich erleben, wie die Zukunft klingt.

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„Uneasy“ – ein Wort, das vielleicht am besten beschreibt, was die politischen und gesellschaftlichen Spannungen, die Sorge vor dem Klimawandel und der hässlich aufblitzende Rassismus der letzten Jahre mit einem anstellen. Von der Pandemie ganz zu schweigen. „Uneasy“ heißt das in diesem Jahr erschienene, 2019 von Manfred Eicher produzierte Album eines hochkarätigen neuen Klaviertrios – mit dem überbordend fantasiereichen Vijay Iyer am Piano, dem mühelos zwischen Neuer und Freier Musik pendelnden Komponisten und Multiinstrumentalisten Tyshawn Sorey an den Drums und der vielsprachigen, rhythmisch wie melodisch immer überraschenden Linda May Han Oh am Bass. Es ist auf jeden Fall ein Album zur Zeit: Nicht nur, weil sich darauf drei der einflussreichsten und vielseitigsten Musiker der letzten Jahre zusammengetan haben. Sondern auch, weil es musikalisch den Erschütterungen, Verstörungen und Verwerfungen unserer Gegenwart eine Form gibt. Die Unruhe, von dem der Titel spricht, ist teils eher subkutan zu spüren, ein subtiles Flirren, das die Kompositionen und Improvisationen immerzu in Bewegung und aufregend hält; und in ein und demselben Stück kann das filigran-lyrische Gespräch zwischen den Dreien in einen dynamischen, wuchtigen Aufruhr übergehen. Acht Originale von Vijay Iyer aus den letzten Jahren werden um zwei Stücke ergänzt, die einen Bogen in die Vergangenheit schlagen, Traditionslinien kenntlich machen: Cole Porters „Night and Day“ lehnt Iyer deutlich an McCoy Tyners Interpretation auf Joe Hendersons Album „Inner Urge“ von 1964 an. Und mit „Drummer’s Song“ verbeugt sich das Trio vor der 2017 viel zu früh verstorbenen Pianistin Geri Allen. „Uneasy“ ist ein Anfang mit großem Ausrufezeichen. Das neue, höchstkonzentrierte Vijay Iyer Trio aber ist vor allem ein Versprechen für die Zukunft – und beim Enjoy Jazz Festival lässt sich erleben, wie die Zukunft klingt.