Miss Daisy und ihr Chauffeur

Miss Daisy und ihr Chauffeur
am 06.03.2022
Schauspiel von Alfred Uhry Deutsch von Andreas Pegler mit Doris Kunstmann (Bild oben), Ron Williams u. a. Tournee-Theater Thespiskarren, Hannover Atlanta, Georgia, 1948: Miss Daisy ist eine 72- jährige pensionierte Schullehrerin. Nachdem... weiterlesen
Tickets ab 12,00 €

Termine

Orte Datum
Singen
Stadthalle Singen
So. 06.03.2022 19:00 Uhr Tickets ab 12,00 €

Event-Info

Schauspiel von Alfred Uhry
Deutsch von Andreas Pegler
mit Doris Kunstmann (Bild oben), Ron Williams u. a.
Tournee-Theater Thespiskarren, Hannover

Atlanta, Georgia, 1948: Miss Daisy ist eine 72- jährige pensionierte Schullehrerin. Nachdem sie eines Tages mit ihrem Auto einen Unfall verursacht hat, kauft Sohn Boolie ihr einen neuen Wagen und engagiert vorsichtshalber den Farbigen Hoke Coleburn als Chauffeur. Hoke, mit seinen 60 Jahren selbst nicht mehr der Jüngste, ist ein ruhiger, lebenskluger Mann und somit der ideale Gegenpart zur egozentrischen Miss Daisy, die sich hartnäckig weigert, seine Dienste in Anspruch zu nehmen. Mit Ausdauer und unbeeindruckt von mancher unfreundlichen Bemerkung der alten Dame schafft es Hoke schließlich, dass Miss Daisy in den Wagen einsteigt, und allmählich entsteht während der gemeinsamen Ausfahrten zwischen dem ungleichen Paar eine respektvolle Sympathie.

Was zunächst den Charme einer widerspenstigen Zähmung hat, entwickelt sich zu einem Gesellschaftsstück mit Tiefgang und subtilen Ober- und Untertönen, ohne das Spiel von Nähe und Ferne zwischen den beiden Hauptpersonen ganz aufzulösen. Genügend Zündstoff für dauerhafte Spannung liefert schon der reale historische Rahmen, dem die beiden Protagonisten entstammen, Sphären, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Hier die wohlhabende, gebildete jüdische Südstaaten-Lady, dort der farbige Angestellte aus der Unterschicht in einer Epoche, in der die Rassentrennung in den USA noch fast selbstverständlich den Alltag der Menschen bestimmte.

Das Stück war ein Sensationserfolg: Schon 1988, im Jahr der Uraufführung in Philadelphia, gab es den begehrten Pulitzerpreis. Die Hollywood- Filmadaption mit Jessica Tandy und Morgan Freeman von 1989 lockte nicht nur weltweit Millionen in die Kinos, sondern erhielt vier (!) Oscars, darunter einen für das Beste Drehbuch. Neben der Story ist es auch die Musik, die für Atmosphäre sorgt. Sie lässt uns eintauchen in die Welt des legendären Deep South der USA. Wie durch ein Brennglas betrachtet geben Miss Daisy und Hoke Coleburn den Blick frei auf eine schwierige Epoche, jedoch geschieht dies auf eine menschlich warme, bewegende und sehr unterhaltsame Weise. Der Autor des Stücks, Alfred Uhry, stammt selbst aus Atlanta und arbeitete vor allem als Musical-Texter für Broadway-Produktionen. Inspiriert zum Stück wurde Uhry von seiner Großmutter Lena Fox und ihrem langjährigen Chauffeur Will Coleman.

Doris Kunstmann wird unter den „Top 100 German Actresses“ geführt und wurde vielfach ausgezeichnet. In Singen begeisterte sie schon mit Produktionen wie „Oskar und die Dame in Rosa“ – einer echten Sternstunde des Theaters – „Möwe und Mozart“, „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ oder „Bella Figura“.

Ron Williams kam als US-Soldat und Radiomoderator des legendären Militär-Senders AFN nach Deutschland. Er ist ebenfalls ein gern gesehener Gast in der Stadthalle Singen. Ron Williams beeindruckte hier unter anderem schon mit seinen Hauptrollen in den Produktionen „Ray Charles“ oder „Die Harry Belafonte Story“. Er wirkte auch als Präsentator und Sänger in den höchst beliebten Shows „Sweet Soul Music Revue“ und „The Sound of Classic Motown“ mit.

Event-Info

Schauspiel von Alfred Uhry
Deutsch von Andreas Pegler
mit Doris Kunstmann (Bild oben), Ron Williams u. a.
Tournee-Theater Thespiskarren, Hannover

Atlanta, Georgia, 1948: Miss Daisy ist eine 72- jährige pensionierte Schullehrerin. Nachdem sie eines Tages mit ihrem Auto einen Unfall verursacht hat, kauft Sohn Boolie ihr einen neuen Wagen und engagiert vorsichtshalber den Farbigen Hoke Coleburn als Chauffeur. Hoke, mit seinen 60 Jahren selbst nicht mehr der Jüngste, ist ein ruhiger, lebenskluger Mann und somit der ideale Gegenpart zur egozentrischen Miss Daisy, die sich hartnäckig weigert, seine Dienste in Anspruch zu nehmen. Mit Ausdauer und unbeeindruckt von mancher unfreundlichen Bemerkung der alten Dame schafft es Hoke schließlich, dass Miss Daisy in den Wagen einsteigt, und allmählich entsteht während der gemeinsamen Ausfahrten zwischen dem ungleichen Paar eine respektvolle Sympathie.

Was zunächst den Charme einer widerspenstigen Zähmung hat, entwickelt sich zu einem Gesellschaftsstück mit Tiefgang und subtilen Ober- und Untertönen, ohne das Spiel von Nähe und Ferne zwischen den beiden Hauptpersonen ganz aufzulösen. Genügend Zündstoff für dauerhafte Spannung liefert schon der reale historische Rahmen, dem die beiden Protagonisten entstammen, Sphären, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Hier die wohlhabende, gebildete jüdische Südstaaten-Lady, dort der farbige Angestellte aus der Unterschicht in einer Epoche, in der die Rassentrennung in den USA noch fast selbstverständlich den Alltag der Menschen bestimmte.

Das Stück war ein Sensationserfolg: Schon 1988, im Jahr der Uraufführung in Philadelphia, gab es den begehrten Pulitzerpreis. Die Hollywood- Filmadaption mit Jessica Tandy und Morgan Freeman von 1989 lockte nicht nur weltweit Millionen in die Kinos, sondern erhielt vier (!) Oscars, darunter einen für das Beste Drehbuch. Neben der Story ist es auch die Musik, die für Atmosphäre sorgt. Sie lässt uns eintauchen in die Welt des legendären Deep South der USA. Wie durch ein Brennglas betrachtet geben Miss Daisy und Hoke Coleburn den Blick frei auf eine schwierige Epoche, jedoch geschieht dies auf eine menschlich warme, bewegende und sehr unterhaltsame Weise. Der Autor des Stücks, Alfred Uhry, stammt selbst aus Atlanta und arbeitete vor allem als Musical-Texter für Broadway-Produktionen. Inspiriert zum Stück wurde Uhry von seiner Großmutter Lena Fox und ihrem langjährigen Chauffeur Will Coleman.

Doris Kunstmann wird unter den „Top 100 German Actresses“ geführt und wurde vielfach ausgezeichnet. In Singen begeisterte sie schon mit Produktionen wie „Oskar und die Dame in Rosa“ – einer echten Sternstunde des Theaters – „Möwe und Mozart“, „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ oder „Bella Figura“.

Ron Williams kam als US-Soldat und Radiomoderator des legendären Militär-Senders AFN nach Deutschland. Er ist ebenfalls ein gern gesehener Gast in der Stadthalle Singen. Ron Williams beeindruckte hier unter anderem schon mit seinen Hauptrollen in den Produktionen „Ray Charles“ oder „Die Harry Belafonte Story“. Er wirkte auch als Präsentator und Sänger in den höchst beliebten Shows „Sweet Soul Music Revue“ und „The Sound of Classic Motown“ mit.