Der nackte Wahnsinn - Premiere

Der nackte Wahnsinn - Premiere
am 01.04.2023
„Soll ich nochmal kommen?“ Regisseur Lloyd ist dem Nervenzusammenbruch nah. Morgen ist Premiere des Stückes „Nackte Tatsachen“ und es klappt so gut wie nichts. Man scheitert an den Tücken einer Boulevard-Komödie, wer muss wann durch welche... weiterlesen
Tickets ab 11,50 €

Termine

Orte Datum
Ansbach
Theater Ansbach
Sa. 01.04.2023 19:30 Uhr Tickets ab 11,50 €

Event-Info

„Soll ich nochmal kommen?“

Regisseur Lloyd ist dem Nervenzusammenbruch nah. Morgen ist Premiere des Stückes „Nackte Tatsachen“ und es klappt so gut wie nichts. Man scheitert an den Tücken einer Boulevard-Komödie, wer muss wann durch welche Tür, bleibt sie offen oder wird sie geschlossen?! Welche Requisiten bleiben auf der Szene und welche nicht?! Die Probenzeit war offensichtlich zu kurz. Zweiter Akt, einige Zeit später: Die Zuschauer sehen dasselbe Stück, allerdings von der Hinterbühne aus. Die Spielverabredungen sind zu einer Art Verhandlungssache geworden und die privaten Angelegenheiten, Intrigen und Liebschaften der Schauspieler*innen färben auf die Vorstellung ab. Im dritten Akt, wieder einige Zeit später, sieht man – wieder von vorn – eine Vorstellung, die X-te auf Tournee. Die Inszenierung löst sich auf, die gesamte Belegschaft ist dem Wahnsinn nahe und kann das Wort „Sardinen“ nicht mehr hören.

Michael Frayns Komödie von 1982 Der nackte Wahnsinn (Noises Off) ist ein Meisterwerk. Das Stück legt die Mechanismen einer Boulevardkomödie offen, benutzt aber ihre Mittel und wird so selbst zu einer. Selten wurde eine Spiel-im-Spiel-Situation virtuoser durchdekliniert. Die Trennung von Spiel und Wirklichkeit verschwimmt bis niemand weiß, ob man spielt oder ist. Und genau das ist ein Moment der Freiheit und Befreiung aus allen Zwängen. Der nackte Wahnsinn wurde 1992 von Peter Bogdanovich mit Michael Caine verfilmt.

Regie: Frank Siebenschuh
Bühne und Kostüme: Jörg Zysik

Event-Info

„Soll ich nochmal kommen?“

Regisseur Lloyd ist dem Nervenzusammenbruch nah. Morgen ist Premiere des Stückes „Nackte Tatsachen“ und es klappt so gut wie nichts. Man scheitert an den Tücken einer Boulevard-Komödie, wer muss wann durch welche Tür, bleibt sie offen oder wird sie geschlossen?! Welche Requisiten bleiben auf der Szene und welche nicht?! Die Probenzeit war offensichtlich zu kurz. Zweiter Akt, einige Zeit später: Die Zuschauer sehen dasselbe Stück, allerdings von der Hinterbühne aus. Die Spielverabredungen sind zu einer Art Verhandlungssache geworden und die privaten Angelegenheiten, Intrigen und Liebschaften der Schauspieler*innen färben auf die Vorstellung ab. Im dritten Akt, wieder einige Zeit später, sieht man – wieder von vorn – eine Vorstellung, die X-te auf Tournee. Die Inszenierung löst sich auf, die gesamte Belegschaft ist dem Wahnsinn nahe und kann das Wort „Sardinen“ nicht mehr hören.

Michael Frayns Komödie von 1982 Der nackte Wahnsinn (Noises Off) ist ein Meisterwerk. Das Stück legt die Mechanismen einer Boulevardkomödie offen, benutzt aber ihre Mittel und wird so selbst zu einer. Selten wurde eine Spiel-im-Spiel-Situation virtuoser durchdekliniert. Die Trennung von Spiel und Wirklichkeit verschwimmt bis niemand weiß, ob man spielt oder ist. Und genau das ist ein Moment der Freiheit und Befreiung aus allen Zwängen. Der nackte Wahnsinn wurde 1992 von Peter Bogdanovich mit Michael Caine verfilmt.

Regie: Frank Siebenschuh
Bühne und Kostüme: Jörg Zysik