Zweifel

am 30.03.2021
Zweifel Schauspiel von Patrick Shanley, ausgezeichnet mit dem Pulitzer Price for Drama und dem Tony Award for Best Play Hauptrolle: Diana Körner -a.gon Theater, München- Zweifel ist ein Stück von heute. Es ist ein Stück über Rassenproblematik... weiterlesen
Tickets ab 12,50 €

Termine

Orte Datum
Freudenstadt
Kurhaus Freudenstadt
Di. 30.03.2021 20:00 Uhr Tickets ab 12,50 €

Event-Info

Zweifel
Schauspiel von Patrick Shanley, ausgezeichnet mit dem Pulitzer Price for Drama und dem Tony Award for Best Play
Hauptrolle: Diana Körner
-a.gon Theater, München-


Zweifel ist ein Stück von heute. Es ist ein Stück über Rassenproblematik und Bildungsmisere, über Gleichberechtigung und den Kampf der Geschlechter. Es ist ein Stück über Homosexualität und Homophobie. Über den Missbrauch Schutzbefohlener, über Misstrauen und blindes Vertrauen. Ganz sicher ein Stück über die Kirche und auch über die Welt nach dem 11. September. Die geradezu inquisitorische Art und Weise, mit der Schwester Aloysius ihren einmal geschöpften, äußerst vagen Verdacht verfolgt, ihn schließlich „bestätigt“ sieht und in Konsequenzen münden lässt, erinnert auch an der Verlust bürgerlicher Freiheiten und rechtsstaatlicher Garantien im vorgeblichen Kampf gegen den Terror. In jedem Fall hat Patrick Shanley mit seinen Fragen über den Umgang mit Verdacht, Schuld und Verurteilung ein intelligentes und provokantes Stück vorgelegt.


SCHWESTER ALOYSIUS: Was ist im Pfarrhaus vorgefallen?
FLYNN: Vorgefallen? Nichts ist vorgefallen. Ich hatte ein Gespräch mit dem Jungen.
SCHWESTER ALOYSIUS: Worüber?
FLYNN: Eine Privatangelegenheit.
SCHWESTER ALOYSIUS: Er ist zwölf Jahre alt. Was könnte da schon „privat“ sein?
FLYNN: Ich sage es noch einmal, Schwester: Ihr Ton passt mir nicht.
SCHWESTER ALOYSIUS: Es geht hier nicht um meinen oder Ihren Ton, Vater Flynn. Es geht
darum, die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Schwester Aloysius leitet despotisch eine kirchliche Schule, an der der sympathische und beliebte Vater Flynn als Lehrer arbeitet. Mit seinen modernen Ansichten ist er der Schulleiterin ein Dorn im Auge. Als die junge und naive Schwester James, die ebenfalls dort unterrichtet, ihr von Flynns freundschaftlichem Umgang mit dem farbigen Schüler Donald Muller berichtet, ist ihr Misstrauen geweckt. Obwohl ihr Beweise fehlen, bezichtigt Schwester Aloysius Vater Flynn des Missbrauchs. Er streitet alles ab, sie sucht obsessiv nach Hinweisen. Zwischen beiden hin- und hergerissen befindet sich die leicht zu verunsichernde Schwester James, die nach und nach zum Spielball in einem erbitterten Kampf um die „Wahrheit“ wird.

Event-Info

Zweifel
Schauspiel von Patrick Shanley, ausgezeichnet mit dem Pulitzer Price for Drama und dem Tony Award for Best Play
Hauptrolle: Diana Körner
-a.gon Theater, München-


Zweifel ist ein Stück von heute. Es ist ein Stück über Rassenproblematik und Bildungsmisere, über Gleichberechtigung und den Kampf der Geschlechter. Es ist ein Stück über Homosexualität und Homophobie. Über den Missbrauch Schutzbefohlener, über Misstrauen und blindes Vertrauen. Ganz sicher ein Stück über die Kirche und auch über die Welt nach dem 11. September. Die geradezu inquisitorische Art und Weise, mit der Schwester Aloysius ihren einmal geschöpften, äußerst vagen Verdacht verfolgt, ihn schließlich „bestätigt“ sieht und in Konsequenzen münden lässt, erinnert auch an der Verlust bürgerlicher Freiheiten und rechtsstaatlicher Garantien im vorgeblichen Kampf gegen den Terror. In jedem Fall hat Patrick Shanley mit seinen Fragen über den Umgang mit Verdacht, Schuld und Verurteilung ein intelligentes und provokantes Stück vorgelegt.


SCHWESTER ALOYSIUS: Was ist im Pfarrhaus vorgefallen?
FLYNN: Vorgefallen? Nichts ist vorgefallen. Ich hatte ein Gespräch mit dem Jungen.
SCHWESTER ALOYSIUS: Worüber?
FLYNN: Eine Privatangelegenheit.
SCHWESTER ALOYSIUS: Er ist zwölf Jahre alt. Was könnte da schon „privat“ sein?
FLYNN: Ich sage es noch einmal, Schwester: Ihr Ton passt mir nicht.
SCHWESTER ALOYSIUS: Es geht hier nicht um meinen oder Ihren Ton, Vater Flynn. Es geht
darum, die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Schwester Aloysius leitet despotisch eine kirchliche Schule, an der der sympathische und beliebte Vater Flynn als Lehrer arbeitet. Mit seinen modernen Ansichten ist er der Schulleiterin ein Dorn im Auge. Als die junge und naive Schwester James, die ebenfalls dort unterrichtet, ihr von Flynns freundschaftlichem Umgang mit dem farbigen Schüler Donald Muller berichtet, ist ihr Misstrauen geweckt. Obwohl ihr Beweise fehlen, bezichtigt Schwester Aloysius Vater Flynn des Missbrauchs. Er streitet alles ab, sie sucht obsessiv nach Hinweisen. Zwischen beiden hin- und hergerissen befindet sich die leicht zu verunsichernde Schwester James, die nach und nach zum Spielball in einem erbitterten Kampf um die „Wahrheit“ wird.