Stefanie Kerker - Lizenz zu Trödeln

am 15.10.2020
Na? Im Stress? Effektiv? Sind Sie ein Mover? Ein Winner? Sind Sie im Trend? Also individuell? Also wirklich individuell? Also anders als die anderen, die immer nur anders sein wollen als die anderen? Und? Macht´s Spaß? Ihr Name ist Kerker.... weiterlesen
Tickets ab 22,50 €

Termine

Orte Datum
Aschaffenburg
Hofgarten Kabarett
Do. 15.10.2020 20:00 Uhr Tickets ab 22,50 €

Event-Info

Na? Im Stress? Effektiv? Sind Sie ein Mover? Ein Winner? Sind Sie im Trend? Also individuell? Also wirklich individuell? Also anders als die anderen, die immer nur anders sein wollen als die anderen? Und? Macht´s Spaß?
Ihr Name ist Kerker. Stefanie Kerker. Und sie hat die Lizenz zum Trödeln.
Allerdings auch Probleme, davon Gebrauch zu machen. Denn selbst in den letzten Winkeln des privaten Alltags lauert es, das „Schneller! Höher! Weiter!“: Mach was aus Dir! Mach was aus Deiner Beziehung! Mach was aus deinen Kindern! Improve your style! Improve your smile! Improve your Hinterteil! Wo sind unsere Werte, fragt Christan Springer. Das Publikum weiß es genau: bei 120 zu 80. Denn Deutschlands wichtgster Wert ist der Blutdruck. Gleich dahinter kommen Cholesterin, Feinstaub und Pünktlichkeit. Es ist eine Freude, dem Kabarettisten auf seiner Suche nach den Werten zuzuhören. Und zuhören muss man. Denn Christan Springer macht Kabaret, das heißt: Mitdenken, liebe Leute. Und weil es mit dem Denken im Lande of hapert, kommt nun der Bildungsrat. Aber wo sind die Weisen im Land? In Bayern wahrscheinlich nicht, sagt Springer. Noch vor zwanzig Jahren hat man aus den Schulbüchern das Wort „Zeugung“ gestrichen, denn: „Eine Zeugung haben wir net in Bayern. Wir ham Kinder!“ Für sein kabaretstsches Schafen hat Christan Springer unzählige Auszeichnungen erhalten. Im Fernsehen sieht man ihn jeden Monat live im „schlachthof“. Aber das genügt ihm nicht. Er mischt sich ein, auch im echten Leben. Mit seinem Verein „Orienthelfer“ hilf er seit Jahren den Opfern des Syrienkrieges, und ist alle paar Wochen selbst vor Ort. Wenn es sein muss, schreibt er einen 80-Seiten-Brief an seinen Ministerpräsidenten, „Landesvater cool down“, oder er spricht im Europarat vor den höchsten Entscheidungsträgern und zeigt auf, wo was im Argen liegt. Als Mann der Tat begeistert er in Schulen und Unis, und er hält viel beachtete politsche Reden, aus denen manchmal Bücher werden: „Wir müssen Freiheit aushalten“. Christan Springer ist angetrieben von Werten, die er aus der Familie gelernt hat: „Wenn jemand hingefallen ist, gehst Du hin und hilfst ihm auf“. Deshalb wird er zornesrot, wenn andere Toleranz und Menschlichkeit mit Füßen treten. Und das passiert täglich. In der Nachbarschaf, in Religion und Politik. „Wie gut, dass wir ihn haben“, sagt sein Publikum. Er ist der Mutmacher unter den Kabaretsten. Und so endet auch sein aktuelles Soloprogramm, wenn es um den Mut der Mimose geht... Ach, sehen Sie selbst.
Ukulele, Boomwhackers und weitere skurrile Klangwerkzeuge im Anschlag spioniert sich Stefanie Kerker durch ihr Leben und das ihrer Mitmenschen. Sie stolpert vom Wäschekorb in die Wirtschaftspolitik, vom Windeleimer in die Nachhaltigkeitsdebatte, kommt von Linsen über Spätzle zu turbokapitalistischen Bildungsidealen und überall da, wo sie die Gekidnappten des allumfassenden Wettbewerbs aufspürt, erteilt sie wortwitzig, feinfühlig und selbstironisch den Befehl zum Trödeln. Nicht zum hippen Slowdown oder zum trendigen Entschleunigen um den Akku für den nächsten Sprint wieder aufzuladen – sondern zum ultimativen TRÖDELN.
Eine knallige Absage an Leistungs-, Effizienz- und Erfolgswahn, an Originalitäts-und Wachstumskrampf aus der Sicht einer Kreativschaffenden, Durchschnittsverwirrten und Mutter.

Event-Info

Na? Im Stress? Effektiv? Sind Sie ein Mover? Ein Winner? Sind Sie im Trend? Also individuell? Also wirklich individuell? Also anders als die anderen, die immer nur anders sein wollen als die anderen? Und? Macht´s Spaß?
Ihr Name ist Kerker. Stefanie Kerker. Und sie hat die Lizenz zum Trödeln.
Allerdings auch Probleme, davon Gebrauch zu machen. Denn selbst in den letzten Winkeln des privaten Alltags lauert es, das „Schneller! Höher! Weiter!“: Mach was aus Dir! Mach was aus Deiner Beziehung! Mach was aus deinen Kindern! Improve your style! Improve your smile! Improve your Hinterteil! Wo sind unsere Werte, fragt Christan Springer. Das Publikum weiß es genau: bei 120 zu 80. Denn Deutschlands wichtgster Wert ist der Blutdruck. Gleich dahinter kommen Cholesterin, Feinstaub und Pünktlichkeit. Es ist eine Freude, dem Kabarettisten auf seiner Suche nach den Werten zuzuhören. Und zuhören muss man. Denn Christan Springer macht Kabaret, das heißt: Mitdenken, liebe Leute. Und weil es mit dem Denken im Lande of hapert, kommt nun der Bildungsrat. Aber wo sind die Weisen im Land? In Bayern wahrscheinlich nicht, sagt Springer. Noch vor zwanzig Jahren hat man aus den Schulbüchern das Wort „Zeugung“ gestrichen, denn: „Eine Zeugung haben wir net in Bayern. Wir ham Kinder!“ Für sein kabaretstsches Schafen hat Christan Springer unzählige Auszeichnungen erhalten. Im Fernsehen sieht man ihn jeden Monat live im „schlachthof“. Aber das genügt ihm nicht. Er mischt sich ein, auch im echten Leben. Mit seinem Verein „Orienthelfer“ hilf er seit Jahren den Opfern des Syrienkrieges, und ist alle paar Wochen selbst vor Ort. Wenn es sein muss, schreibt er einen 80-Seiten-Brief an seinen Ministerpräsidenten, „Landesvater cool down“, oder er spricht im Europarat vor den höchsten Entscheidungsträgern und zeigt auf, wo was im Argen liegt. Als Mann der Tat begeistert er in Schulen und Unis, und er hält viel beachtete politsche Reden, aus denen manchmal Bücher werden: „Wir müssen Freiheit aushalten“. Christan Springer ist angetrieben von Werten, die er aus der Familie gelernt hat: „Wenn jemand hingefallen ist, gehst Du hin und hilfst ihm auf“. Deshalb wird er zornesrot, wenn andere Toleranz und Menschlichkeit mit Füßen treten. Und das passiert täglich. In der Nachbarschaf, in Religion und Politik. „Wie gut, dass wir ihn haben“, sagt sein Publikum. Er ist der Mutmacher unter den Kabaretsten. Und so endet auch sein aktuelles Soloprogramm, wenn es um den Mut der Mimose geht... Ach, sehen Sie selbst.
Ukulele, Boomwhackers und weitere skurrile Klangwerkzeuge im Anschlag spioniert sich Stefanie Kerker durch ihr Leben und das ihrer Mitmenschen. Sie stolpert vom Wäschekorb in die Wirtschaftspolitik, vom Windeleimer in die Nachhaltigkeitsdebatte, kommt von Linsen über Spätzle zu turbokapitalistischen Bildungsidealen und überall da, wo sie die Gekidnappten des allumfassenden Wettbewerbs aufspürt, erteilt sie wortwitzig, feinfühlig und selbstironisch den Befehl zum Trödeln. Nicht zum hippen Slowdown oder zum trendigen Entschleunigen um den Akku für den nächsten Sprint wieder aufzuladen – sondern zum ultimativen TRÖDELN.
Eine knallige Absage an Leistungs-, Effizienz- und Erfolgswahn, an Originalitäts-und Wachstumskrampf aus der Sicht einer Kreativschaffenden, Durchschnittsverwirrten und Mutter.