Erschlagt die Armen - von Shumona Sinha - Kooperation mit dem E-Werk Freiburg

04.03.2021 – 06.03.2021
Die junge Dolmetscherin der Asylbehörde schlägt einem Migranten eine Weinflasche über den Kopf. Einige Jahre zuvor war sie selbst als Einwanderin nach Paris gekommen und findet sich nun in einer Zelle der Polizei wieder. Was hat sie zu der... weiterlesen
Tickets ab 13,60 €

Event-Info

Die junge Dolmetscherin der Asylbehörde schlägt einem Migranten eine Weinflasche über
den Kopf. Einige Jahre zuvor war sie selbst als Einwanderin nach Paris gekommen und
findet sich nun in einer Zelle der Polizei wieder. Was hat sie zu der Tat getrieben? Hat sie
die Seiten gewechselt? Oder sind es die sich tagtäglich wiederholenden Geschichten der
Asylbewerber, die verzweifelt versuchen vor Gericht Asyl zu bekommen? Klar ist: Täglich
übersetzt sie das Jammern, die Wut und die Lügen der Asylbewerber, deren Elend der
Behörde nicht reicht – und ist angewidert vom System, deren Teil sie geworden ist.
"Assommons les pauvres!" – "Erschlagt die Armen!" nannte Charles Baudelaire 1865 ein
Prosagedicht, in dem ein Mann einem Bettler auf den Kopf schlägt. Titel und Geste hat die
Schriftstellerin Shumona Sinha für ihren mehrfach ausgezeichneten Erfolgsroman
übernommen, in dem sie die Kehrseite des Asylsystems mit wütendem Blick seziert. Sie
schrieb einen zornigen Roman, der in kraftvoller, bilderreicher Sprache aufrüttelnde
Fragen zu Identität und Zusammenleben in einer globalisierten Welt stellt.
Mit viel Humor erzählt Atischeh Hannah Braun in einem fulminanter Theatersolo, die
Geschichte einer Frau, die sich in einem Rausch von Wahrheit, Lügen, Wut und Mitleid
wiederfindet. Komisch und grotesk zugleich.

Event-Info

Die junge Dolmetscherin der Asylbehörde schlägt einem Migranten eine Weinflasche über
den Kopf. Einige Jahre zuvor war sie selbst als Einwanderin nach Paris gekommen und
findet sich nun in einer Zelle der Polizei wieder. Was hat sie zu der Tat getrieben? Hat sie
die Seiten gewechselt? Oder sind es die sich tagtäglich wiederholenden Geschichten der
Asylbewerber, die verzweifelt versuchen vor Gericht Asyl zu bekommen? Klar ist: Täglich
übersetzt sie das Jammern, die Wut und die Lügen der Asylbewerber, deren Elend der
Behörde nicht reicht – und ist angewidert vom System, deren Teil sie geworden ist.
"Assommons les pauvres!" – "Erschlagt die Armen!" nannte Charles Baudelaire 1865 ein
Prosagedicht, in dem ein Mann einem Bettler auf den Kopf schlägt. Titel und Geste hat die
Schriftstellerin Shumona Sinha für ihren mehrfach ausgezeichneten Erfolgsroman
übernommen, in dem sie die Kehrseite des Asylsystems mit wütendem Blick seziert. Sie
schrieb einen zornigen Roman, der in kraftvoller, bilderreicher Sprache aufrüttelnde
Fragen zu Identität und Zusammenleben in einer globalisierten Welt stellt.
Mit viel Humor erzählt Atischeh Hannah Braun in einem fulminanter Theatersolo, die
Geschichte einer Frau, die sich in einem Rausch von Wahrheit, Lügen, Wut und Mitleid
wiederfindet. Komisch und grotesk zugleich.