Reigen - Premiere

am 28.03.2021
PREMIERE 04.10.2014, 20.00 Uhr ZIMMER 08./09./11.23.10.2014, jeweils 20.00 Uhr Arthur Schnitzler REIGEN Regie: Frank Siebenschuh Bühne & Kostüme: Jörg Zysik Mit Decker, Schneider, Arnold, Karl Zehn Dialoge, die einen der größten Theaterskandale... weiterlesen
Tickets ab 11,50 €

Termine

Orte Datum
Mönchengladbach
Theater Mönchengladbach
So. 28.03.2021 18:00 Uhr Tickets ab 11,50 €

Event-Info

PREMIERE 04.10.2014, 20.00 Uhr ZIMMER
08./09./11.23.10.2014, jeweils 20.00 Uhr
Arthur Schnitzler
REIGEN
Regie: Frank Siebenschuh
Bühne & Kostüme: Jörg Zysik
Mit Decker, Schneider, Arnold, Karl

Zehn Dialoge, die einen der größten Theaterskandale des 20. Jahrhunderts ausgelöst haben. Im Zentrum jeder dieser kurzen Szenen gibt es eine Leerstelle, einen Platzhalter für den Beischlaf. Steht Sex also im Mittelpunkt des berühmten Werkes von Arthur Schnitzler? Nicht unbedingt, denn dem Autor ist viel mehr daran gelegen, das Spannungsfeld zwischen den Geschlechtern, zwischen Figuren aus unterschiedlichsten sozialen Schichten zu beleuchten. Und so umtänzeln und umgarnen sich der Soldat, das Dienstmädchen, der junge Herr, die Schauspielerin, der Graf und das süße Mädel – bis die Gespräche vom Trieb unterbrochen werden.
Arthur Schnitzler hat das Stück bereits um 1900 geschrieben und veröffentlicht, zur Aufführung konnte es aber erst 1920 gebracht werden – unter Polizeischutz. Den Vorstellungen in Berlin und Wien folgte ein Prozess, der Autor und die Spieler mussten sich wegen der „Darstellung unzüchtiger Handlungen“ vor Gericht verantworten. Zwar wurden Arthur Schnitzler und seine Gefährten freigesprochen, der Autor verhängte aber ein Aufführungsverbot. Erst seit 1982 darf dieses epochale Werk wieder gespielt werden. Die Frage nach dem Skandal aber bleibt offen: Bezieht sich die gesellschaftliche Ablehnung auf die moralische Freizügigkeit oder ist es doch der soziale Zündstoff von Schnitzlers Stück? In Zeiten, in denen Moral und Bigotterie einen Sturm der Empörung gegen einen offensiven Bildungsplan hervorrufen, gewinnt Schnitzlers REIGEN eine ganz neue Dimension.
Der Österreicher Arthur Schnitzler, geboren 1862 in Wien und 1931 ebenda verstorben, gehört zu den herausragendsten Vertretern der Wiener Moderne. Der ausgebildete Mediziner gehört zu den ersten Autoren, die sich mit Sigmund Freuds Theorien in Erzählungen und Dramen auseinandersetzten.

Event-Info

PREMIERE 04.10.2014, 20.00 Uhr ZIMMER
08./09./11.23.10.2014, jeweils 20.00 Uhr
Arthur Schnitzler
REIGEN
Regie: Frank Siebenschuh
Bühne & Kostüme: Jörg Zysik
Mit Decker, Schneider, Arnold, Karl

Zehn Dialoge, die einen der größten Theaterskandale des 20. Jahrhunderts ausgelöst haben. Im Zentrum jeder dieser kurzen Szenen gibt es eine Leerstelle, einen Platzhalter für den Beischlaf. Steht Sex also im Mittelpunkt des berühmten Werkes von Arthur Schnitzler? Nicht unbedingt, denn dem Autor ist viel mehr daran gelegen, das Spannungsfeld zwischen den Geschlechtern, zwischen Figuren aus unterschiedlichsten sozialen Schichten zu beleuchten. Und so umtänzeln und umgarnen sich der Soldat, das Dienstmädchen, der junge Herr, die Schauspielerin, der Graf und das süße Mädel – bis die Gespräche vom Trieb unterbrochen werden.
Arthur Schnitzler hat das Stück bereits um 1900 geschrieben und veröffentlicht, zur Aufführung konnte es aber erst 1920 gebracht werden – unter Polizeischutz. Den Vorstellungen in Berlin und Wien folgte ein Prozess, der Autor und die Spieler mussten sich wegen der „Darstellung unzüchtiger Handlungen“ vor Gericht verantworten. Zwar wurden Arthur Schnitzler und seine Gefährten freigesprochen, der Autor verhängte aber ein Aufführungsverbot. Erst seit 1982 darf dieses epochale Werk wieder gespielt werden. Die Frage nach dem Skandal aber bleibt offen: Bezieht sich die gesellschaftliche Ablehnung auf die moralische Freizügigkeit oder ist es doch der soziale Zündstoff von Schnitzlers Stück? In Zeiten, in denen Moral und Bigotterie einen Sturm der Empörung gegen einen offensiven Bildungsplan hervorrufen, gewinnt Schnitzlers REIGEN eine ganz neue Dimension.
Der Österreicher Arthur Schnitzler, geboren 1862 in Wien und 1931 ebenda verstorben, gehört zu den herausragendsten Vertretern der Wiener Moderne. Der ausgebildete Mediziner gehört zu den ersten Autoren, die sich mit Sigmund Freuds Theorien in Erzählungen und Dramen auseinandersetzten.