''Wiener Klassik'' Hannover 2018/2019 - Festliches Weihnachtskonzert

Liebe Freunde der Wiener Klassik,
Sie werden bemerken, dass das Pendel in der Programmauswahl in der Spielzeit 2018/2019 deutlich zugunsten der reinen Wiener Klassik ausschlägt. Beethoven mit seiner 1. und 2. Symphonie, Mozart mit seiner „Idomeneo“-Musik, der konzertanten Sinfonie und dem Klavierkonzert c-Moll KV 491 sind dominant vertreten. Haydns Sinfonie „Le matin“, die Paukenwirbel-Sinfonie und die Salomon-Sinfonie schließen den Kreis großartiger Werke der Klassik.
Auf dem Gebiet der Solistenauswahl waren wir fündig und konnten so das Violoncellokonzert von Robert Schumann mit Valentino Worlitzsch und das Klavierkonzert von Camille Saint-Saëns mit Hinrich Alpers besetzen. Wettbewerbserfolge aber manchmal auch Zufallsbegegnungen sind wie immer die Quelle.
Bei der schönen Tradition unseres weihnachtlichen Konzerts im Dezember wächst das Programm allmählich um die prominenten Namen Antonio Vivaldi, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart, César Franck, Max Reger und weitere zusammen.
Im Übrigen stellen wir mit großer Freude einen Publikumszuwachs mit vielen jüngeren Zuhörern fest. Ich freue mich nicht zuletzt auch deshalb auf eine spannende Spielzeit 2018/2019 und wünsche Ihnen ebenso viel Freude bei unseren Konzerten.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Heribert Beissel

SONNTAG, 21. OKTOBER 2018, 20:00 UHR

Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 15
Hier trifft der Ausspruch „Mozarts Geist aus Haydns Händen“ des Grafen Waldstein zu, der auch deswegen die absolute Notwendigkeit der Übersiedlung Beethovens von Bonn nach Wien sah. Bestimmend ist die meisterhafte, sehr kammermusikalisch gesehene Ausarbeitung des sinfonischen Stoffes. Als 1. sinfonisches Werk ein Volltreffer!

Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert Nr. 24 c-Moll KV 491
Dieses Konzert ist das Summum Opus aus dem Schaffen Mozarts für das Klavier. Eine noch nie dagewesene Dominanz der Bläser macht das „Neue“ in der langen Reihe seiner Klavierkonzerte aus und erzielt eine faszinierende Farbigkeit.

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 104 D-Dur („Salomon-Sinfonie“)
Sie ist wohl Haydns meistbedeutende Sinfonie mit ihrem klaren Verweis auf Beethoven.
Das rasante Finale mit seinen lyrischen Oasen verzückt.

SONNTAG, 2. DEZEMBER 2018, 20:00 UHR

Festliches Weihnachtskonzert
Wir möchten Ihnen emotional stimmungsvolle Momente in der schönsten Zeit des Jahreskreises vermitteln mit einer Sopranstimme, dem Glanz einer Trompete und Werken u. a. von Antonio Vivaldi, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart, César Franck und Max Reger.

SONNTAG, 17. FEBRUAR 2019, 20:00 UHR

Georg Friedrich Händel
Concerto grosso h-Moll op. 6 Nr. 12
In einer vom Vater und Gönner verordneten Italienreise sollte der junge Komponist die italienische Art, Melodien zu erfinden, erlernen. Auf diese Weise kam Händel auf das interessante Experiment des Concerto grosso, neben der artifiziellen Kunstbauweise Melodisches dazu zu erfinden.

Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonia concertante für Violine, Viola und
Orchester Es-Dur KV 364
Ein Meisterwerk allererster Klasse. Die Violine pflegt eine intime Zwiesprache mit ihrer älteren Schwester, der Viola. Der Austausch von wunderbaren Gedanken kennzeichnet den 1. Satz. Im 2. Satz erreichen beide Instrumente die Grenze der Gefühle. Die fast schon romantische Tonsprache macht diesen Satz zu einem beglückenden „Sonderfall“ im Schaffen Mozarts. Da wirkt der virtuose 3. Satz fast wie eine Befreiung.

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 103 Es-Dur
(„mit dem Paukenwirbel“)
Nicht zu verwechseln mit der Sinfonie „mit dem Paukenschlag“. Man erlebt alle Vorzüge des reifen Stils Haydns. Geheimnisvoll leitet die Pauke das Anfangs-Adagio ein. Das Variationsgeflecht des 2. Satzes ist ein Kunstwerk für sich. Die höfische Tanzmusik des Menuetts und auch der 4. Satz sind eine Klasse für sich.

SONNTAG, 28. APRIL 2019, 20:00 UHR

Georg Philipp Telemann
Orchestersuite G-Dur TWV 55:G 2
(„La Bizarre“)
Der „Vielschreiber“ und dennoch geniale Komponist lässt an „La Bizarre“ keinen kompositorischen Trick aus. Es macht Spaß, ihm zuzuhören, Schadenfreude
eingeschlossen.

Bernhard Henrik Crusell (1775-1838)
Klarinettenkonzert Nr. 3 B-Dur op. 11
Wenig bekannt, aber im Konzertsaal stark im Kommen sind die Klarinettenkonzerte
des finnischen Komponisten Crusell. Er verbrachte sein Leben überwiegend in Stockholm. Zwischen den Meilensteinen Mozart und Carl Maria von Weber ist Crusells Opus 11 ein Juwel an Virtuosität und Kantabilität. Alexander Hildebrand - Klarinette

Gioachino Rossini
Ouvertüre zu „Il Signor Bruschino“
Rossinis Oper „Il Signor Bruschino“ hat eine der eigenartigsten Ouvertüren. Für Witz und Überraschung bekannt, lässt er die Violinen zu Schlagzeugern mutieren. Ansonsten Presto, prestissimo!

Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 33 B-Dur KV 319
Entgegen aller Regel gab Mozart diese Sinfonie ohne das gewöhnliche Menuett heraus. Auch sonst hat dieses Meisterwerk ein doppeltes Gesicht: ohne Flöten, Trompeten und Pauke, aber mit Zitaten, die er z. B. nochmals in der „Jupiter-Sinfonie“ verwendet, ist sie formal ein Unikum. Übrigens komponierte Mozart das vom Publikum erwartete Menuett gehorsam später nach.

Veranstaltungen

Hannover, NDR Landesfunkhaus Niedersachsen, So. 02.12.2018 20:00 Tickets verfügbar ab 14,60 EUR Details und Tickets
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