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Der blaue Engel
Der Blaue Engel

nach dem Roman „Professor Unrat“ von Heinrich Mann und dem Film „Der blaue Engel“ von Josef von Sternberg, unter Verwendung des Drehbuches von Carl Zuckmayer, Karl Gustav Vollmoeller und Robert Liebmann.

„Da er Rath hieß, nannte die ganze Schule ihn Unrat.“ - Der pedantischer und verschrobene Gymnasiallehrer Professor Rath führt einen erbitterten Kampf gegen seine Schüler, die seine Autorität nicht respektieren wollen. Eines Tages entdeckt er während des Unterrichts bei einem seiner Schüler eine Fotokarte einer Tingel-Tangel-Sängerin, die in dem Hafen-Variété „Der blaue Engel“ ein Gastspiel gibt. Rath wittert sofort Unzucht und macht sich – aus rein pädagogischen Gründen, wie er sich selbst einzureden versucht – auf den Weg, um das verrufene Lokal in Augenschein zu nehmen und seine Schüler zu Fall zu bringen. Dort trifft er auf Lola Fröhlich, die „fesche Lola“, die als Projektionsfläche der erotischen Phantasien seiner Schüler dient. Mit verführerischen Liedern von Friedrich Hollaender wie „Ich bin die fesche Lola“ und „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, verdreht die leichtlebige Varieté-Künstlerin ihm den Kopf. Völlig von ihr eingenommen gibt er alles auf, um sie zu heiraten. Er quittiert den Schuldienst, verliert seinen Ruf uns bringt sich schließlich selbst zu Fall.

„Der blaue Engel“ - Eine Satire über eine ungleiche Liebe? Auf alle Fälle ist diese Geschichte das Psychogramm einer exotischen Beziehung, die sich ihr Recht erwirkt, wenn die gesellschaftlichen und politischen Mechanismen durchschaut sind. „Unrat, dieses lächerliche Scheusal ... hat doch einige Ähnlichkeit mit mir“, so der Autor Heinrich Mann in einem wenig beachteten Zitat über eine Gestalt, die seinen Weltruhm als Autor begründen und ihn für den amerikanischen Film interessant machen sollte. Ein viertel Jahrhundert nach Erscheinen des Buches lernte er Ende der Zwanziger Jahre im berüchtigten Westberliner Amüsierviertel Nelly Kröger kennen; ein Mädchen mit der „Seele der Halbwelt“. Kurz darauf wurde nach der Romanvorlage der erste deutsche Tonfilm gedreht: „Der blaue Engel“. Marlene Dietrich war in der Rolle der Femme fatale mit einem Schlag berühmt und mit ihr trat Heinrich Mann endlich aus dem Schatten seines Bruders, des Nobelpreisträgers. Die verpönte Nelly Kröger sollte seine Begleiterin ins Exil werden. Leben und Literatur - einmal mehr im Leben der Manns erwies sich das eigene literarische Werk für Heinrich als self-fulfilling prophecy.

Mit Nathalie Parsa, Stefan Viering, Michaela Hanser, Martin Trippensee, Thomas Cermak, Nils Buchholz

Inszenierung: Ingmar Otto
Musikalische Leitung: n.n.
Bühne: Florian Angerer
Kostüme: Christina Pantermehl

Veranstaltungen

Karlsruhe, Kammertheater, Sa. 03.12.2016 19:30 Tickets eingeschränkt verfügbar ab 27,95 EUR Details und Tickets
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