32. Internationales Jazzfestival - Tag 2: Jazz or No Jazz?

32. Internationales Jazzfestival - Tag 2: Jazz or No Jazz?
19.30 Uhr
Indra Rios-Moore Trio (USA/Spanien)

Indra Rios-Moore - Gesang
Benjamin Trærup - Saxophon
Thomas Sejthen - Bass

Jede Geschichte hat einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende. Die Geschichte von Indra Rios-Moores Musik begann in der Lower East Side von Manhattan, setzte sich auf der anderen Seite des Atlantiks in Dänemark fort und wird ganz sicher noch lange nicht ihr Ende finden. Wie jede gute Geschichte ist auch Indras wechselhaft: es gibt in ihr Hochs und Tiefs, freudige und schmerzhafte Momente, Erfolge und Verluste.

Indra wurde von ihrer Mutter nach dem hinduistischen Gott benannt, der über den Himmel und den Regen herrscht. Sie kam als Tochter einer puertorikanischen Sozialarbeiterin und des Jazzbassisten Don Moore in New York zur Welt, der u.a. mit Archie Shepp, Elvin Jones, Sonny Rollins, Rahsaan Roland Kirk, Thelonious Monk und Jackie McLean spielte. Da Indra in einer ziemlich rauen Gegend von New York aufwuchs und das Haus nur selten zum Spielen verließ, suchte sie Zuflucht bei der umfangreichen Plattensammlung ihrer alleinerziehenden Mutter, die ein musikalisches Sammelsurium aus Salsa, Stax und Motown, Miles und Coltrane zusammengetragen hatte.

Als sie in ein paar Jahre später in einer Bar in Brooklyn kellnerte, lernte sie den dänischen Jazzsaxophonisten Benjamin Trærup kennen. Drei Wochen danach lebten sie zusammen und ein Jahr später waren sie bereits verheiratet und nach Dänemark umgezogen.

Indra, ihr Ehemann und dessen Freund Thomas Sejthen, ein Bassist, gründeten 2007 ein Trio, das in Dänemark und Skandinavien schnell eine feste Fangefolgschaft eroberte. Ihr Debütalbum “Indra” wurde 2010 in der Kategorie “Bestes Jazzvokalalbum” für einen Danish Music Award nominiert, 2012 gewann sie für ihr zweites Album “In Between” den begehrten Preis gleich erneut.

Als Gewinnerin des BMW Welt Jazz Awards 2016, erntete INDRA RIOS-MOORE bereits viel Lob für ihr Debut-Album "Heartland" - produziert von Starproduzent Larry Klein (Pro-duzent von Melody Gardot und Joni Mitchell). Das zahlte sich aus. Ihre Single "Little Black Train" war die Nummer 1 der iTunes Jazz Charts in Frankreich, Deutschland und Dänemark. Nun ist für Frühjahr 2018 ihr neues Album "Carry my Heart" angekündigt und mit Jay Newland - dem Produzenten von Gregory Porter und Norah Jones - wird sich ein weiterer großer Name für die Realisierung verantwortlich zeigen. Mit diesem kleinen Meisterwerk schlägt INDRA RIOS-MOORE mühelos Brücken zwischen Jazz und Pop und verschmilzt auf kunstvolle Art beide Genres nahtlos miteinander.

21.00 Uhr
No Jazz (Frankreich)

Michael Chekli alias Dj Mike - Sampling
Philippe Sellam - Saxophon
Philippe „Balat“ Balatier - Keyboard, Sampling
Guillaume Poncelet (zunächst Nicolas Folmer) - Trompete
Pascal „Bilbo“ Reva - Bass, Schlagzeug

Darf Jazz auch Spaß machen? Er muss sogar! Jedenfalls, wenn man der französischen Formation "No Jazz" Glauben schenken darf, die seit mehr als 15 Jahren Jazzkonzerte zum Dancefloor verwandelt. Wie das klingt, durften die Besucher des St. Ingberter Jazzfestivals bereits 2004 erfahren. Schon damals überzeugten die Franzosen mit unbändiger Freude am Rhythmus und verwandelten den Konzertsaal zur Partymeile.
Kaum anders dürfte es beim aktuellen Besuch in St. Ingbert sein. Denn die Auftritte von "No Jazz" – die entgegen ihrem Namen durchaus Jazzmusik machen - begeistern mittler-weile auf allen Festivals von Montreux, Paris und Montreal.
"NoJazz, noJazz, noJazz - you never know what´s going to happen, but you´ll have fun!" lautet das Motto der Franzosen. Und damit sorgen sie in der europäischen Jazzszene durchaus für Wirbel. Indem sie ganz einfach sage, wo es im Jazz langgeht. Das liegt an den ganz unterschiedlichen Biografien der Musiker. Sie strotzen vor Energie. Abwechs-lungsreiche Grooves, treibende Bläser und einprägsame Hooklines preschen durch die Konzerte und machen gute Tanzlaune. So richtig was zum Feiern. Funk und Hip Hop als Basis fusionieren mit den druckvollen Elementen moderner Clubmusik und ausgewählten Weltmusikanleihen aus der Karibik oder dem nahen Osten. Scratches, Samples und sonstiger Elektronikzauber verschmelzen mit den ´echten´ Instrumentalisten zu einer extraterrestrischen Lebensform, die uns zeigt, wo es langgeht.

Veranstaltungen

St. Ingbert, Stadthalle St. Ingbert, Fr. 20.04.2018 19:30 Tickets verfügbar ab 16,10 EUR Details und Tickets
Grüner Kreis Verfügbar! Gelber Kreis Eingeschränkt verfügbar Roter Kreis Nicht verfügbar
Grauer Kreis In Bearbeitung Schwarzer Kreis Abgesagt / verlegt

Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer, Vorverkaufs-
und Bearbeitungsgebühren in Höhe von 1,10 EUR, zzgl. Versand- und Zahlungsgebühren.
Angebot unverbindlich. Zwischenverkauf und Änderungen vorbehalten.