Warenkorb:

Tickets im Vorverkauf für: Schuld und Sühne - Premiere

Infos zu: Schuld und Sühne - Premiere

von Fjodor M. Dostojewski {1821 – 1881}
Fassung: Andrzej Wajda {*1926} | Deutsch: E. K. Rahsin

Der überaus begabte, aber bitterarme Rodion Raskolnikow muss aus finanziellen Gründen sein Jurastudium aufgeben. Dennoch lässt ihn eine rechtliche und moralische Fragestellung nicht los und er entwickelt seine Theorie des „erlaubten Mordes“, die besagt, dass ein besonderer Mensch „lebensunwertes“ Leben vernichten darf, um Höheres zu erreichen.
Und das setzt er in die Tat um: Er erschlägt die herzlose Wucherin Lisaweta Iwanowa. Mit ihrem Geld möchte er nicht nur sein Studium wiederaufnehmen, er fühlt sich auch zu einem besseren Leben berechtigt, aufgrund seiner herausragenden Nützlichkeit für die Gesellschaft. Iwanowa ist für ihn „nicht besser als eine Laus“, eine raffgierige Alte, die ihr Vermögen der Kirche vermachen möchte.
Aber im Grunde seines Herzens widert ihn die Ausführung des Mordes an, seine moralischen Bedenken versucht er durch vernunftgeführte Argumente zu vertreiben. Doch nach der Tat wird sein Gedankenkonstrukt von der Realität seiner Schuldgefühle außer Kraft gesetzt.

Schuld und Sühne ist einer der besten Kriminalromane aller Zeiten, der ein fast perfektes Verbrechen beschreibt, da der Untersuchungsrichter Porfirij Petrowitsch die Schuld Raskolnikows nicht beweisen kann.

Im Mittelpunkt der Theaterfassung des berühmten polnischen Film- und Theaterregisseurs Andrzej Wajda, der Schuld und Sühne bereits 1987 an der Berliner Schaubühne inszenierte, steht das kluge Verhör, mit dem Porfirij Raskolnikow schließ lich an seinem schwächsten Punkt zu packen bekommt –seinem schlechten Gewissen.
Mit psychologischem Scharfblick erforscht Dostojewski die Abgründe der menschlichen Seele, die jedoch einer Abkehr von menschlichem Mitgefühl letztlich nicht standhalten. Schuld und Sühne lässt bewusst werden, was passiert, wenn Menschen einander nach ihrem vermeintlichen, sozio-kulturellen Wert beurteilen und verurteilen, und welche fatalen Folgen ein solches ‚Wertigkeits-Ranking’ haben kann. Damit ist das Werk auch in unserer heutigen politischen und gesellschaftlichen Welt hoch
aktuell und regt zur eingehenden Diskussion an.

Veranstaltungen

Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer, Vorverkaufs- und Bearbeitungsgebühren in Höhe von 0,95 EUR, zzgl. Versand- und Zahlungsgebühren. Angebot unverbindlich. Zwischenverkauf und Änderungen vorbehalten.