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Phil Vetter

Infos zu: Phil Vetter

„Das Blaue vom Himmel“, so heißt das neue und zugleich sechste Album von Singer/Songwriter Phil Vetter und man könnte meinen, dieser Himmel erstrecke sich zwischen München und New York, mit atmosphärischen Ausläufern zwischen London und Paris. Erzeugt wird dieses Bild durch Vetters enorme Bandbreite an musikalischen Stimmungen, die dem Wetter ähneln: Nach Regen kommt Sonnenschein, jedem Tief folgt ein Hoch. Dieses Wechselbad der Gefühle ist nicht wirklich überraschend, wenn man weiß, dass Ikonen wie die Eels, John Watts und Leonard Cohen seine Kreativität geprägt haben. Der ideale Nährboden für seine feinsinnige, bisweilen lyrisch-poetische Wortwahl. Geschickt formulierte Klanglandschaften für das individuelle Kopfkino.

Was tun mit dem „Blauen vom Himmel“? Es versprechen oder es gar herunterlügen? Phil Vetter macht weder das eine noch das an­dere. Er reimt das Blaue vom Himmel herab, er füllt es in seine Songs wie in kleine Marmeladengläser und verschenkt es an die Hörer. Phil tut dies auf so eigene und einzigartige Weise, dass man sich gerne ein Glas dieser himmelblauen Songmarmelade holt und mit Genuss wieder und wieder davon nascht.

Sich selbst bezeichnet der Künstler gerne als Urban Folk Pop Singer, Kenner der Szene rücken ihn auch in die Nähe von Element Of Crime und nennen ihn bisweilen wegen seiner unprätentiösen Art einen Großstadt-Philosophen. Das junge Format des Bayerischen Rundfunks „Puls“ (damals noch „On3“), ließ sich sogar zum Titel „So etwas wie der neue Hildegard Knef“ hinreißen. Erfahrungen hat der 1971 geborene Künstler bei seinen zahlreichen Projekten ausreichend gesammelt: Bereits als Neunjähriger Trompeter im Blasorchester, Gitarrist mit 13 und Verfasser der ersten selbst geschriebenen Songs. Ab 1991 dann die Bands Garden Gang, Erdling, Sitter und von 1999 bis 2005 Mastermind von Big Jim, mit denen er Hunderte von Konzerten in Deutschland, Österreich und in der Schweiz spielte.

Keine Spur von Langeweile also. Bevor er 2015 mit seinem imaginären Hausboot in Berlin ankerte, hatte er für einige Jahre sein Studio in einer Künstlerkommune am bayerischen Fünfseenland, wo er auch etliche andere Bands produzierte. Aber schon 2005 begann er an verschiedensten Orten, als Multiinstrumentalist weitgehend unabhängig, seine Songs im Studio zu gestalten. Mit „Say Goodbye To The Moment“ und „Sad Man Walking“, seinen ersten Soloalben, dokumentiert er (noch auf Englisch) seinen Abschied von den wilden Jahren als Punk- und Rockmusiker. Der Wandel ist mehr als gelungen.

So ist der Opener des neuen Werkes „Im Grünen“ wegweisend für das, was folgt: Traumhaftes, Unwirkliches, Verrücktes und dennoch Vertrautes. Die zwölf wohlsortierten Songs sind zugleich retro und doch erfrischend neu („Nonsens“, „Astronaut“), sind voll von kreativem Freigeist („Nadelöhr“), kunstvoll und dabei ganz natürlich und humorvoll („Trottelkind“). Und obwohl er mit diesem Album fortführt, was er bereits mit „Karate“ und „42“ begonnen hat, die Pflege des deutschen Liedguts ohne Heimattümelei, ist dieses neue Album nicht nur eine Fortsetzung, sondern eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Perfektionierung seines bisherigen Schaffens. Und wieder ist es Zeuge von Aufbrüchen, Umbrüchen und Bewegungen im Leben.

Das Sich-Gelöst-Haben von trendabhängigen Diktaten scheint Phil Vetter Flügel zu verleihen, mit denen er sein eigenes Blaues vom Himmel holt und den Zuhörer mitnimmt auf einen Road-Trip des Müßiggangs. Willkommen im musikalischen Charakterfach.

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