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PENTHESILEA

Infos zu: PENTHESILEA

PENTHESILEA
nach Heinrich von Kleist | Koproduktion mit Decker / Peters
Regie & Ausstattung: Moritz Peters

„Hundekomödie; Acteurs: Helden und Köter und Frauen.“
Kleist selbst notierte dies zu Penthesilea, voll brutaler Selbstironie. Es ist aber auch ein brutales Stück. Der Naturstand der Welt ist Krieg. Hier das Männerheer der Griechen; dort die Amazonen: Bräute des Gottes Mars, der ihnen befahl, nur Töchter zu gebären und dies nur von Männern, die den Frauen im Kampf unterlagen. In Botenberichten zwischen „war reporting“ und Voyeurismus entrollt Kleist einen Kampf „erboster Wölfe“, in dem die Grenze zwischen Lust und Mord verflackert. Die Amazonenkönigin Penthesilea liebt den Helden Achill, doch als sie ihn im Kampf erobern will, verliert sie verwundet das Bewusstsein. Achill, der sie wiederliebt, ergibt sich ihr (und ihrem Liebes-Gesetz) zum Schein; Penthesilea aber, trotz all der Kriegsberichte, verfehlt genau diese vitale Information. Und weil sie dem Gesetz getreu keinem Mann unterliegen darf, bereitet sie dem Geliebten mit ihren Doggen die ultimative Bluthochzeit.


Kleist sandte 1808 die Tragödie an Goethe, aber der Meister in Weimar konnte mit dem Stück nicht viel anfangen: Die Amazonin, deren Liebesworte zu den schönsten deutscher Sprache gehören, und die gleichzeitig zum Kannibalismus fähig ist, verstörte Goethe. Erst 65 Jahre nach Kleists Selbstmord (1811) wurde Penthesilea uraufgeführt. Die Abgründe sind geblieben.

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