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Martinus Luther

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Martinus Luther - Schauspiel von John von Düffel
Zum 500. Jahrestag der Reformation

Ein Kämpfer, ein Streiter. Beseelt, kompromisslos, im schlimmsten Fall gnadenlos. Ein Berufener.
Am härtesten ist er zu sich selbst. Der junge Bettelmönch Martinus, der seiner weltlichen Karriere – und wahrscheinlich wäre es eine glänzende gewesen! – abgeschworen hat, um sein Leben Gott zu weihen. Ein Gewitter ist der Moment seiner Bekehrung, ein Donnerschlag wird es für die Welt. Der Bettelmönch Martinus, bekannter als Martin Luther, sorgte für eine der massivsten Zäsuren in der Geschichtsschreibung. Fünfhundert Jahre ist das jetzt her.
Ein Gewitter also, und ein Gelübde in Todesgefahr. Dann der Eintritt ins Kloster, die Abkehr von der Welt, und, das Ärgste: das Geständnis vor dem Vater. Das erste Mal, dass sich der Sohn auflehnt! Mit diesem Vater aber kann das nur zum Bruch führen.
Es ist Martins erster Bruch mit der Autorität. Doch das gehört zu seinem Weg. An dessen Gipfel steht der Bruch mit der höchsten Macht, dem Papst. Der kleine Mönch Martinus, einst ein Häuflein Elend angesichts der eigenen Sündhaftigkeit, gebeutelt und erdrückt von Selbstzweifeln, fordert die größte Macht der Welt heraus, zieht die grundlegendsten Glaubenssätze in Frage, prangert Korruption und Bigotterie der päpstlichen Kurie an, wettert gegen den Ablass. Er krempelt die Welt um, religiös wie politisch.
Doch hier ist sein Weg nicht zu Ende. Der einst junge Revolutionär wird alt, wird krank, wird fett, verhärtet und verbittert nach all den Kämpfen seines Lebens. Exkommuniziert, politisch mehr geduldet als erwünscht. Ein großer Reformator oder ein tragisch Gescheiterter? Das scheint ganz offen. Ein machtbewusster, unerbittlicher alter Mann, der buchstäblich über Leichen geht.

Mit einer Neuproduktion, einer Auftragsarbeit zum 500. Jahrestag der Reformation, widmet sich das theaterlust-Team der faszinierenden Gestalt Luther. „Es ist eine echte Herausforderung“, sagt John von Düffel, „Luther als historischer und geistesgeschichtlicher Größe gerecht zu werden.“ Mit von Düffel hat der Hamburger Per H. Lauke Verlag einen den bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen deutschsprachigen Dramatik dazu gewonnen, über den Reformator zu schreiben.
Wie Luther wurde was er war – und wie Luther aufhörte, Luther zu sein – so beschreibt der Autor seinen Ansatz. So entsteht ein spannendes Persönlichkeitsbild dieser großen historischen Figur. Und so lässt sich ein Bogen spannen zu dem, was wir heute an religiösem Extremismus erleben. An Luthers Beispiel erzählt der Autor die Geschichte einer Radikalisierung. Wie einer zum Hassprediger wurde, der als Gottsuchender begann. Eine Geschichte voll Faszination und Spannung, zutiefst persönlich und voll Bedeutung für die Welt von heute.


Der Autor

John von Düffel wurde 1966 in Göttingen geboren, wuchs unter anderem in Irland und den USA auf und studierte Philosophie und Volkswirtschaft in Stirling (Schottland) und Freiburg. Wurde zunächst Theater- und Filmkritiker, dann Dramatiker und Dramaturg in Oldenburg, Basel, Bonn, Hamburg. Seit 2009 ist er Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und seit 2010 Professor für Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Schon für seinen Debütroman VOM WASSER 1998 erhielt er zahlreiche Auszeichnungen; ebenfalls preisgekrönt ist sein Familienroman HOUWELANDT, ein Bestseller. Seine Bühnenadaptionen bedeutender belletristischer Werke wie den BUDDENBROOKS oder Esther Vilars DER DRESSIERTE MANN sind große Theatererfolge.


Die Darsteller

Dem Publikum ist Thomas Kügel sicher am besten durch seine Rolle als Kriminalrat Schladitz im Kieler Tatort bekannt – aber auch aus zahlreichen deutschen TV-Serien und aus Kinofilmen wie ROSENHEIM-COPS, KLEINE HAIE, DAMPFNUDELBLUES. Außerdem gehören zu seiner Vita Engagements an Theatern wie dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg und dem Staatstheater Hannover. Und sein Hollywood-Debüt neben Tom Hanks und Halle Berry in CLOUD ATLAS.
Anja Klawun ist spätestens seit ihrer gefeierten Darstellung der Johanna in der theaterlust-Produktion DIE PÄPSTIN ein bekanntes Gesicht im deutschsprachigen Gastspielmarkt. Im Fernsehen ist sie ebenfalls regelmäßig zu sehen: etwa in SOKO 5113, HUBERT & STALLER und INGA LINDSTRÖM. Ihr erster großer Kinoerfolg kam mit Ralf Westhoffs Kultfilm SHOPPEN. Und ab 2016 ist sie in der Titelrolle der theaterlust-Produktion DIE WANDERHURE zu sehen.
Ein sehr gefragter Darsteller im deutschen Fernsehen ist Felix Eitner – etwa in POLIZEIRUF 110, in MARGARETE STEIFF oder DER TUNNEL. Doch zu seinen zahlreichen Stationen gehören auch renommierte Theater wie die Münchner Kammerspiele und das Theater Basel. Kinogänger konnten ihn jüngst in ELSER sehen. Und er ist Träger des Max Ophüls Preises als bester Nachwuchsschauspieler des Jahres 1996.

Dauer: ca. 2 Stunden zzgl. Pause

Veranstaltungen

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