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Madame Bovary

Infos zu: Madame Bovary

Drama nach dem gleichnamigen Roman von GUSTAVE FLAUBERT
Regie: Silvia Armbruster
mit Lisa Wildmann, Christian Kaiser, Hans Piesbergen, Ursula Berlinghof , Sebastian Strehler u.a.
Theater „Wahlverwandte“ / Tournee-Theater Thespiskarren, Hannover

In ihr brennt ein Feuer, das nicht zu löschen ist, eine Leidenschaft, die keiner Erfüllung standhält. Im Jahr 1857 schockiert sie die Welt und bringt ihren geistigen Vater Gustave Flaubert wegen „Verletzung der öffentlichen Moral“ auf die Anklagebank. „Madame Bovary“ ist eine der berühmtesten Frauen der Welt. Traumverloren flüchtet sie sich vor der ehelichen Langeweile und einem biederen Leben in die Lektüre rührseliger Romane. Sehnsuchtstrunken tankt sie Freude und sinnliche Lebenskraft in den Armen ihrer Liebhaber. „Madame Bovary“ ist eine Schwärmerin in der grauen Provinz, die in eine Scheinwelt aus unstillbarem Verlangen und verbotener Liebe abdriftet. Sie verliert den Bezug zur Realität und am Ende ihr eigenes Leben.

Der 1857 vollständig erschienene Roman „Madame Bovary. Sitten in der Provinz“, eine skandalöse Geschichte um Liebe, Verrat und Geld, hat Literaturgeschichte geschrieben. Der Autor feilt mehr als fünf Jahre an jedem Wort, arbeitet an jedem Rhythmus der Sprache, korrigiert, ändert zurück, liest laut vor. Das Ergebnis ist der Beginn der literarischen Moderne. Nicht nur durch stilistische Neuerungen wie die Entsubjektivierung des Erzählers erweist sich sein Roman als richtungsweisend für die Entwicklung der Gattung. Für Maupassant, Zola, Proust und Heinrich Mann wird Flaubert zum „Heiligen des Romans“ und sein Werk zum Maßstab ihres eigenen Schaffens.

„Madame Bovary“ kommt in der Dramatisierung von Albert Ostermaier auf die Bühne der Stadthalle Singen. Die Uraufführung dieser Fassung feierte im November 2014 großen Erfolg am Münchner Residenztheater. Nah am Original und doch nicht eine bloße Adaption, finden sich hier Elemente der Zuspitzung. Dramaturgie und Perspektive des Erzählens sind den Anforderungen der Bühne auf vollkommene Weise angepasst.

Regisseurin Silvia Armbruster studierte in München Philiosophie und Germanistik und assistierte währenddessen bei George Tabori und Hans Kresnik. Nach Abschluss des Studiums folgten eigene Inszenierungen, die mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurden, darunter die Bühnenfassung der Novelle „Die Legende vom heiligen Trinker“ von Joseph Roth. Silvia Armbruster gelingt es immer wieder, mit ihren Klassiker-Adaptionen, die literarischen Vorlagen lebendig und bewegend auf die Bühne zu bringen.

Lisa Wildmann aus Linz in Österreich absolvierte eine Tanzausbildung am renommierten Ballettinstitut Wilk-Mutard und erwarb das Schauspieldiplom am Mozarteum in Salzburg. Dort studierte sie parallel auch Regie. Theater und Filmproduktionen erarbeitete sie unter anderem mit den Regisseuren Peter Stein, Enrico Lübbe, Volker Lösch und Hasko Weber. Lisa Wildmann arbeitet freiberuflich am Theater, für Film und Funk und ist gern gesehener Gast bei Festspielen wie in Salzburg oder Melk.

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