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Kindheit - Ensemblestück mit Texten von David Lindemann

Infos zu: Kindheit - Ensemblestück mit Texten von David Lindemann

Manche von ihnen haben einen Schatz vergraben und finden ihn nicht wieder. Andere kotzen ins Auto. Einer erzählt alles seiner Mutter. Wenige (die Schlimmsten!) treffen sich am Weiher, um Frösche zu töten. Wieder andere gehen den ganzen Weg mit einem schiefen Kopf. Es kommt auch vor, dass einer klaut. Die meisten wissen immer, wo die Grenze ist, einzelne aber nicht. Alle gehören sie zu dieser geschlossenen Clique namens Kindheit. Vielleicht bist du einer davon. Vielleicht nicht mehr. Vielleicht hast du keine Ahnung, wovon die Rede ist. Mach dir keine Sorgen. Dani, Didi, Domi, Renate, Salim und ich, wir treffen uns im Hinterhof und sind uns ziemlich sicher, dass wir eigentlich nicht mehr dazu gehören. Schließlich sind wir längst erwachsen geworden. Aber Erich Kästner hat mal gesagt: Leute, es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.

Kein Mensch ist einem so nah und gleichzeitig so dermaßen ein Anderer, wie das Kind, das man einmal war. Erinnern ist immer auch Erfinden. In der Regie von Stephan Weiland und in den Choreographien von Gary Joplin haben sechs DarstellerInnen den Geist ihrer Kindheit aufgescheucht. Sie haben sich von diesem fremd gewordenen Freund heimsuchen lassen und ihn zu einem Glas Limo eingeladen: So, jetzt sag doch mal. Wie war das damals? Vielleicht fängt er an zu erzählen.

Autobiographisches und literarisches Material wurde zum Ausgangspunkt für die Entwicklung dieses Stücks. Die Erinnerung dient dabei als Werkzeug und Karteikasten zugleich, sie wird durchstöbert auf der Suche nach etwas, das größer ist als wir selbst, einem Geschmack von Kindheit, der sich verallgemeinern lässt. Gleichzeitig weist sie auf das konkrete Erlebte jedes einzelnen zurück. Der Autor David Lindemann hat den Improvisationen und Gesprächen der Schauspieler und Schauspielerinnen seine eigene literarische Zuspitzung gegenübergestellt.

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