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Kabale und Liebe

Kabale und Liebe

Infos zu: Kabale und Liebe

EIN BÜRGERLICHES TRAUERSPIEL
Es könnte alles so einfach sein: Ferdinand liebt Luise und Luise liebt Ferdinand. Doch die Familien des Präsidentensohnes und der Musikertochter
haben andere Pläne für ihre Kinder; Ferdinand soll der Mätresse des Fürsten vermählt werden – ein quasi diplomatischer Akt. Um diesen durchzusetzen
wird vor Intrigen nicht zurückgeschreckt, Verleumdungen und falsche Briefe sollen die Liebenden entzweien. Doch Intrigen können tödlich enden...
Friedrich Schillers Drama, wohl eines der prominentesten Beispiele für die Bühnenwerke des Sturm und Drang, ist mehr als eine Tragödie über private Schicksale – es enthält eine politische Dimension, denn hier kollidieren die
Machtinteressen des Adels mit der Selbstbestimmung des Bürgertums. Und der
Wunsch nach Selbstbestimmung auf Seiten der bürgerlichen Luise Miller, ein entscheidender Topos der Aufklärung, führt in die Katastrophe. Die Liebe ist unter den Tugenden wohl die komplizierteste. Sie beinhaltet viele Facetten, kann platonisch oder erotisch, einsam oder erwidert, glücklich oder verzweifelt sein. Die Liebe von Luise und Ferdinand ist besonders tragisch: erfüllt und doch unmöglich. «Sie lieben, was sie nicht haben, was sie entbehren, und das
nennt man Liebeskummer» schreibt Compte-Sponville. Schiller hat mit Kabale und Liebe ein Trauerspiel geschrieben, das mehr als nur Liebeskummer schildert, Kampf und Intrigen abbildet, und das uns auch über zweihundert
Jahre nach seiner Uraufführung immer noch unmittelbar zu packen vermag.
«Die Liebe interessiert jeden über alles. Und überhaupt, warum ist ein Thema denn interessant, wenn nicht aufgrund der Liebe, mit der man an es herangeht oder die man zu finden hofft?»

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