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Die Stühle

Die Stühle

Infos zu: Die Stühle

Aus Köln - auf Persisch

„Der Alte“ und „die Alte“ laden einflussreiche Persönlichkeiten zu einer Abend-gesellschaft. Klingeln läuten, Türen öffnen sich, während der Alte empfängt, schleppt die Alte ohne Ende Stühle herbei, bis die Wohnung mit sichtbaren Stühlen und unsichtbaren Gästen vollgestopft ist. Mit den ihren Gästen betreiben sie eine angeregte Unterhaltung in Erwartung des Redners, der über den Sinn des Daseins referieren soll. Der Redner allerdings ist taubstumm.
Wie in einem Traum, der aus tiefer Vergessenheit auftaucht, erleben die Alten lang vernagene Momente. Doch bei dem Versuch, verlorengegangenes Glück zu erinnern, wird der Traum zum Trauma, überschwemmt sie das in leeren Stühlen symbolisierte Nichts. Das Nichts allerdings spiegelt wirkliche Vernichtung im von Nazis besetzten Paris. Ein Nichts, das heute nicht an Aktualität verloren hat.

Es ist ein absurdes Theaterstück, das uns ermöglicht, über Sinn und Unsinn unseres Lebens zu philosophieren und, wenn wir Glück haben, zu begreifen, dass zwischen Sein und Nichtsein, Viel und Wenig, Nichts und Alles nur ein schmaler Grat ist, auf dem wir wie ein blinder Seiltänzer unsere Kunststücke vorführen und jederzeit in die Tiefe der Manege stürzen könnten.

Text: Eugene Ionesco
Regie: Mohammad-Ali Behboudi
Spiel: Zhaleh Shoari, Vahid Balouti, Bahman Filssouf

Der Veranstalter des Festivals, der Boje Kulturverein, ist Mitglied im Freien Theaterverein Heidelberg e.V.

Veranstaltungen

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