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(Die) Räuber - Staatstheater Braunschweig

Infos zu: (Die) Räuber - Staatstheater Braunschweig

nach Friedrich Schiller

Friedrich Schillers Sturm-und-Drang-Drama ist ein Klassiker, immer wieder inszeniert und das auf höchst wandelbare Weise: Erwin Piscator interpretierte die Revolte der Räuberbande vor dem Hintergrund der kommunistischen Bewegung Leo Trotzkis, im Deutschen Herbst wurden die Figuren zum frappanten Abbild der Roten Armee Fraktion und Frank Castorf machte aus dem ersten Drama des jungen Schiller einen düsteren Abgesang auf die gerade untergehende Deutsche Demokratische Republik.

Wieso eignen sich der Bruderzwist von Franz und Karl, die Täuschung des alten Grafen von Moor, die Reinheit Amalias und die Radikalität Spiegelbergs für so viele gesellschaftliche Situationen als Projektionsfläche? Was verleiht dem Stück seine Zeitlosigkeit und wie kann es sowohl »ein Blödsinn sondergleichen« als auch »eines der schönsten Stücke der deutschen Literatur« sein? Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki hat diese Ambivalenz beschrieben, die faszinierende Sprachkraft und Unbedingtheit, aber auch die Trivialität des Stücks. Und er hat eine Treue gegenüber dem Werk gefordert, die jede Kontextualisierung in einer anderen Zeit als dem Sturm und Drang verbieten würde. Doch Schillers Stück zu spielen, ohne es zu hinterfragen, wäre – frei nach Heiner Müller – Verrat.

Die radikale Ablehnung der gesellschaftlichen Ordnung und der Angriff auf diese, einer persönlichen Verletzung wegen, der Frust gegenüber der eigenen Lebenswirklichkeit
und die Absolutheit des eigenen Handelns – das sind nur einige Stichworte, die verdeutlichen, dass »Die Räuber« für eine zeitgenössische Lesart womöglich mehr Anknüpfungspunkte bieten, als einem lieb sein kann.
Inszenierung Juliane Kann
Bühne Vinzenz Gertler
Kostüme Josephin Thomas
Dramaturgie Katrin Schmitz

Premiere am 24.09.2016

Termine für (Die) Räuber - Staatstheater Braunschweig in Braunschweig, Staatstheater - Kleines Haus

Dezember 2016

Januar 2017

Februar 2017

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