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Die Känguru-Chroniken

Die Känguru-Chroniken

Infos zu: Die Känguru-Chroniken

Was liegt näher, als dem vorlauten Känguru von Marc-Uwe Kling in Form einer Puppe Gestalt zu geben. Die aberwitzigen Begebenheiten, die der Autor in seinen fiktiven Tagebüchern schildert, durchlebt Dirk Neumann, der Schauspieler, Puppenspieler und überforderte Kleinkünstler Auge in Auge mit dem vom ihm geschaffenen Wesen. Aber wer ist hier eigentlich der Boss – Puppenspieler oder Puppe, Mensch oder Känguru? Die Spuren verwischen auf skurrile und erstaunliche Weise.
In einer WG geht es heiß her: politische Diskussionen, Grabenkämpfe ums Badputzen und die Wahl des Fernsehprogramms. In die Junggesellenbude auf der Hoftheater-Bühne platzt ein Känguru – unvermittelt und mit großem Schwung aus Australien, nee – Vietnam, nee – direkt aus der alten DDR …
Soweit so niedlich, doch der australische Besuch hat es faustdick hinter den Ohren. Er stellt die Welt des anschaffenden, nee – freischaffenden Theatermachers auf den Kopf. Das Känguru entwickelt eine geradezu erotische Sucht nach Schnapspralinen, ist überzeugter Kommunist, Teil der jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung und steht total auf Nirvana, nee – nicht das Jenseits – die Band natürlich.
Das ungleiche Paar durchstreift turbulent, abgefahren und geistesgeblitzt den unwegsamen Kosmos Weltall-Erde-Känguru zwischen Wohnungstür und Kühlschrank. Es setzt an zur letzten Rebellion gegen den Terror der Normalität, gegen die Fesseln der Internet-Verschwörung und die dunklen Mächte von Lebensmittelkonzernen. Dabei stolpern sie mitunter gewaltig und verheddern sich in den eigenen Gewohnheiten. Aber das Programm stimmt – gründen auch Sie asoziale Netzwerke und schmökern mal in Lafarques „Das Recht auf Faulheit“.

Das Werk „Die Känguru-Chroniken“ aus der Feder von Marc-Uwe Kling hat, vor allem in seiner Hörbuchfassung, schon längst die Wohnzimmer der Republik besetzt. Selbst Zehnjährige rufen aus ihren Kinderzimmern: „Mein, Dein – das sind doch bürgerliche Kategorien!“, wenn Mutti ihren Deo-Roller sucht.
Nun endlich in Dresden auf der Bühne für alle von 10 bis 100 – denn in uns allen wohnt tief drinnen ein kleiner Anarchist.

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