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Die Blechtänzerin

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Die Blechtänzerin
ein süß-saures Drama mit Musik, Gesang und Tanz
von Julia Kempken und Christian Schidlowsky

Jubiläums-Uraufführung: 10 Jahre rote Bühne!

Erotische Tänze und bissige Politsatire; schwarzer Jazz und heißer Swing, Charleston, steppende Wirbelwindbeine und freche Lieder: ein Fest für die Sinne und den Intellekt am Ende der Weimarer Republik im Winter 1932/33!
Freilich, trotz Straßenschlachten zwischen Hakenkreuzlern und Rot-Front-Kämpfern mitten in Nürnberg ahnt noch keiner, dass die Nazi-Diktatur vor der Tür steht. Es ist auch so schwierig genug für Julia Kempinsky, der Prinzipalin von Kempinskys-Keller-Kabarett, ihr Ensemble durch die Weltwirtschaftskrise zu manövrieren.
Ein Kampf um´s Überleben: gegen Hunger, Kälte und den Zickenkrieg der jungen Tänzer und Sängerinnen. Die eigene Tochter hat ein Auge auf Mamas französischen Liebhaber geworfen. Der seinerseits findet die Neue toll und macht ihr eindeutige Avancen. Sie hinwiederum behauptet, streng katholisch zu sein – sieht aber eindeutig jüdisch aus. Außerdem hat die von den Nazis und dem ominösen Graf Constantin verfolgte Tanzlehrerin aus Berlin von der Liebe die Schnauze voll.
Im Gegensatz zu dem beharrlichen Onkel Theo, der seit fast einem Vierteljahrhundert Mitglied der Truppe ist und genauso lange versucht, der angebeteten Brotherrin seine Liebe zu gestehen – wenn da nicht dieser b-b-blöde B-B-Buchstabe „b“ wäre! Jetzt erhöht auch noch der neue Besitzer der Kellerräume in der ehemaligen Bing´schen Spielwarenfabrik die Miete (genau da, wo sich heute die rote Bühne befindet) – horrend!
Das neue Programm muss noch vor Weihnachten raus und ein Burner werden – im damaligen Sprachgebrauch: „einschlagen wie die dicke Berta“. Die ganze Truppe probt wie wild, Tag und Nacht, und natürlich krachen in solchen Extremsituationen die eigenwilligen Charaktere erst recht aufeinander. Das Drama hinter den Kulissen spitzt sich zu, aber die Show vorne muss weiterlaufen! Endlich hat das neue Programm Premiere...
Ausgerechnet, als Otto-Pierre und Theo in rosa Unterhosen und mit Hitlerbärtchen auf der Bühne stehen, wird die Vorstellung vom Frankenführer Julius Streicher gesprengt und durch seine pöbelnden Nazi-Schergen aufgelöst. Wie weiter?
Jetzt stellt es sich doch als gut heraus, dass Julia Kempinsky(,) in jungen Jahren Star an Meßthalers „Intimen Theater“ (gleich drüben in der Altstadt) war und ein Verhältnis mit dem damaligen Junglehrer Streicher hatte: ihr gelingt es für´s erste, die Katastrophe abzuwenden.
Doch er – mittlerweile Gauleiter und Duz-Freund von Adolf Hitler - stellt sie vor die Wahl: „Julia, ich baue deinem Theater einen goldenen Saal – aber Tanzen kann man auch im KZ...“ Wie treu kann Julia sich bleiben? Was will das Ensemble? Und: wie schlimm wird es wirklich? Eins steht fest: the show must go weiter...



Regie: Christian Schidlowsky

Musikalische Leitung: Robert Stephan

Dramaturgie: Akin Isletme

Ensemble: Miriam Neumaier, Julia Kempken, Maria Kempken, Julien Feuillet, Thomas Herr, N.N.

Kapelle: Markus Rießbeck, Udo Schwendler, Max Stadler, Robert Stephan

www.blechtaenzerin.de

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