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Der Vorname

Der Vorname

Infos zu: Der Vorname

Ein geselliger Abend im Milieu Pariser Akademiker: Elisabeth und ihr Mann Pierre erwarten ihren Bruder Vincent und dessen Lebensgefährtin Anna sowie einen befreundeten Musiker zum Essen. Anna und Vincent erwarten ein Kind. Die Konversation beginnt harmlos, doch über die Namensgebung eines Ungeborenen entspinnt sich allmählich ein Disput, in dem lange zurückliegende
Kränkungen und verletzte Eitelkeiten immer mehr zu Tage treten – am Ende scheint eine langjährige Freundschaft zu zerbrechen, ja Familienbande drohen zu zerreißen. In ihrer 2010 uraufgeführten Komödie strapazieren Alexandre
de la Patellière und Matthieu Delaporte genüsslich unsere hehren Werte
Toleranz und politische Korrektheit, Verständnis und Selbstverständnis und führen sie ad absurdum – grotesk übersteigert und dabei voller Esprit. Somit referieren wir in unserer ersten Premiere auf eine Tugend, die die wenigsten als
solche identifizieren würden: den Humor. Doch ist sein Wert auch in diesem Zusammenhang nicht hoch genug zu schätzen, da doch sein Widerpart, die Ernsthaftigkeit, mag sie auch tugendhaft sein, beunruhigend und verdächtig
werden kann – einen Vorgang, den «Der Vorname» auf äußerst kurzweilige
Weise entlarvt.
«Der Humor entschärft den Ernst und dadurch auch Hass, Wut, Rachsucht, Fanatismus, Systemdenken, Kränkung und sogar Ironie. Man sollte vor allem über sich selbst lachen, aber ohne Hass.»

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