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Der Herr Polaris

Infos zu: Der Herr Polaris

Mit „Mehr innen als außen“ liefert der Herr Polaris eine Platte voller melancholisch-sehnsüchtiger Kleinoden, die man in ihrer klar akzentuierten Schlichtheit und textlichen Genauigkeit sofort aufzunehmen meint, dabei aber nach und nach so viele Subtexte und Nuancen entdeckt, dass man besser gar nicht erst von einer weiteren Indie- oder NeoFolk-Entdeckung zu sprechen beginnt. Dann könnte selbst die Grundinformation, dass der Herr Polaris häufig alleine, zunächst meist akustisch und im weiteren Verlauf dann punktgenau mit waidwund knarzenden und schrappenden Vintage-Klangmachern arbeitet, mächtig in die Irre führen. Dann könnte man ihn ebenso schnell für einen weiteren neuen deutschen Songwriter halten, der mit traurigem Blick und gedämpfter Stimme in Prä-Smartphone-Nostalgie schwelgt und den postmodernen First World-Beziehungsproblems größtmögliche Melodramatik abringt; one for the show und one für den besonderen Tränenzieher-Moment sozusagen. Kommt doch immer gut bei Songwritern heutzutage. Bei dem Herrn Polaris könnte man mit solchen Pauschalismen kaum falscher liegen. Umso mehr freute sich Bruno Tenschert, wie der Herr Polaris abseits der Bühne heißt, über den Vorschlag, ihn in diesem Begleittext also Liedermacher zu nennen, mit etwas mutwilliger Dehnung vielleicht auch Chansonnier mit lockerem Wohnzimmerstudio-Ambiente. „Nicht weil ich mich von anderen Songwritern krampfhaft abgrenzen möchte“, sagt er, „sondern weil mit dem Singer-/Songwriter-Stempel gleich so viele klangliche und inhaltliche Trademarks mitschwingen, die ich nun gerade zu vermeiden versuche. Ich bin zum Beispiel kein Storyteller, wie das die Troubadoure des Folk nun mal machen. Ich suche stattdessen nach möglichst einfachen, klaren, kurzen Zeilen, um eine bestimmte zwischenmenschliche Konstellation zu beschreiben, die letztlich jeder kennt – damit auch jeder sich auf seine Weise damit verbinden kann, ungeachtet seiner konkreten Problemstellung.

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