Warenkorb:

Tickets im Vorverkauf für: 7. Heilbronner Konzert

7. Heilbronner Konzert

Infos zu: 7. Heilbronner Konzert

Camille Saint-Saëns hatte es geahnt – ja befürchtet: „Der Karneval der Tiere“ würde den großen Siegeszug bei einem breiten Publikum antreten und sein übrigens kompositorisches Schaffen in den Schatten stellen. Mit den zahlreichen tierisch parodistischen Anspielungen an große Kollegen seiner Zunft wie Rossini, Offenbach oder Berlioz, aber auch an den Pianisten im Allgemeinen, hatte er sich einen musikalischen Scherz erlaubt – und fürchtete um seinen guten Ruf in der Musikwelt. Er veranlasste, dass die zoologische Fantasie zu seinen Lebzeiten niemals öffentlich aufgeführt werden dürfe. Seit der glücklicherweise postumen Veröffentlichung 1922 sind Generationen mit den glitzernden Aquarium-Klängen, dem walzertanzenden Elefantenbass und dem melancholisch schwelgenden Cello-Schwanengesang aufgewachsen; den meisten vertraut mit der geistreich vergnüglichen Textfassung von Loriot. Die Labèque-Schwestern, Film- und Fernsehschauspieler Hannes Hellmann als Erzähler, das WKO und Chefdirigent Ruben Gazarian beweisen Humor und setzen gerne die Löwen-, Känguru- und Schildkrötenmasken für dieses tierische Vergnügen auf.
Tiere hatte Joseph Haydn bei der Komposition seiner Ersten Pariser Sinfonie 1786 wahrscheinlich eher nicht vor Augen. Der Name „Der Bär“ kam ihr erst im Nachhinein zu – wegen des behäbig-tapsig klingenden Dudelsack-Basses im Finalsatz.
Wolfgang Amadeus Mozarts Muse für sein Konzert für zwei Klaviere KV 365 lässt sich dagegen eindeutig nachweisen: Kurz nach der Rückkehr aus Paris 1779 hatte er es auf Geheiß des Vaters für seine Schwester Nannerl und sich geschrieben. Ein Werk also, den Schwestern Labèque wie auf den Leib geschneidert, profitiert es doch im Solopart von der besonderen geschwisterlichen Beziehung, die eigenen sowie die Fähigkeiten und Stärken des Gegenübers genauestens zu kennen.

Veranstaltungen

Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer, Vorverkaufs- und Bearbeitungsgebühren in Höhe von 0,95 EUR, zzgl. Versand- und Zahlungsgebühren. Angebot unverbindlich. Zwischenverkauf und Änderungen vorbehalten.