Mein Kampf - Premiere

am 15.05.2020
Schlomo Herzl und Lobkowitz spielen: Sie spielen Gott und Moses und das Wiener Obdachlosenheim, in dem sie leben, ist ihre Bühne. Schlomo zieht nachts durch Wiener Kneipen und versucht durch den Verkauf der Bibel und des Kamasutras seinen Lebensunterhalt... weiterlesen
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Coburg
Reithalle Coburg
Fr. 15.05.2020 20:00 Uhr Tickets ab 9,75 €

Event-Info

Schlomo Herzl und Lobkowitz spielen: Sie spielen Gott und Moses und das Wiener Obdachlosenheim, in dem sie leben, ist ihre Bühne. Schlomo zieht nachts durch Wiener Kneipen und versucht durch den Verkauf der Bibel und des Kamasutras seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Lobkowitz, ehemaliger Koch, hat eine Identitätskrise und glaubt, nachdem er Dr. Freud konsultiert hat, er wäre Gott. Als ein junger Kerl aus Braunau am Inn in ihrem Männerwohnheim landet, nimmt sich Schlomo Herzl des linkischen und ungehobelten jungen Mannes an. Sehr zum Ärger von Lobkowitz umhegt Schlomo den nervigen neuen Mitbewohner wie eine Mutter, stutzt ihm den Bart und verpasst ihm mit einem Seitenscheitel das nur allzu bekannte Aussehen des späteren Adolf Hitler. Schlomo ist es auch, der Hitler nach dessen desaströsen Scheitern an der Kunstakademie den Tipp gibt, in die Politik zu gehen.
George Taboris tiefsinnige schwarze Farce erzählt vom (un)aufhaltsamen Aufstieg des Nationalsozialismus und seines Führers Hitler. Gespickt mit biblischen Anspielungen, doppelbödig und mit spitzer Zunge erzählt, polemisch, unendlich komisch und unendlich traurig, zählt Taboris Theaterstück zu den bedeutendsten literarischen Auseinandersetzungen mit dem Holocaust. Dem Grauen des Nationalsozialismus und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit setzt George Tabori (1914-2007), dessen Familie größtenteils in den Konzentrationslagern der Nazis ums Leben kam, seinen bitterbösen, analytischen Witz und die Kraft des entlarvenden Lachens entgegen.