Mein Kampf - Farce von George Tabori

am 10.04.2022
1910: Adolf Hitler ist aus der Provinz nach Wien gekommen um Kunst zu studieren. Sein Zimmer teilt er mit dem Juden Lobkowitz, einem Koch, und Schlomo Herzl, einem Buchhändler, der an einem Roman mit dem Titel „Mein Kampf“ arbeitet. Der kluge,... weiterlesen
Tickets ab 16,50 €

Termine

Orte Datum
Grossenhain
Kulturschloss
So. 10.04.2022 18:00 Uhr Tickets ab 16,50 €

Event-Info

1910: Adolf Hitler ist aus der Provinz nach Wien gekommen um Kunst zu studieren. Sein Zimmer teilt er mit dem Juden Lobkowitz, einem Koch, und Schlomo Herzl, einem Buchhändler, der an einem Roman mit dem Titel „Mein Kampf“ arbeitet. Der kluge, schlitzohrige Herzl und der untalentierte, trübsinnige Hitler freunden sich an. Als Hitler vom Aufnahmegremium der Kunstakademie abgelehnt wird, tröstet ihn Herzl und Hitler erfährt zum ersten Mal in seinem Leben so etwas wie Zuwendung und Sympathie. Herzl überlässt seinem neuen Freund sogar den Titel seines Buches für dessen erste eigene politische Schrift. Schließlich verwandelt er ihn auch äußerlich in den Adolf Hitler, den wir aus der Geschichtsschreibung kennen. Mit seiner väterlichen Fürsorge trägt Herzl dazu bei, dass der verhinderte Künstler Hitler den Weg in die Politik findet. Mit – wie sich gezeigt hat - fatalen Folgen für die Weltgeschichte.

Der jüdische Theatermacher Tabori versteht es meisterhaft mit dem Entsetzen Scherz zu treiben. In seinem bitterbösen Stück in der Nachfolge von Brechts „Arturo Ui“ und Chaplins „Der große Diktator“ stellt er immer wieder ein Gleichgewicht her zwischen realistischer Tragik und überzeichneter Groteske und rüttelt an den letzten Tabus der Gegenwart.

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1910: Adolf Hitler ist aus der Provinz nach Wien gekommen um Kunst zu studieren. Sein Zimmer teilt er mit dem Juden Lobkowitz, einem Koch, und Schlomo Herzl, einem Buchhändler, der an einem Roman mit dem Titel „Mein Kampf“ arbeitet. Der kluge, schlitzohrige Herzl und der untalentierte, trübsinnige Hitler freunden sich an. Als Hitler vom Aufnahmegremium der Kunstakademie abgelehnt wird, tröstet ihn Herzl und Hitler erfährt zum ersten Mal in seinem Leben so etwas wie Zuwendung und Sympathie. Herzl überlässt seinem neuen Freund sogar den Titel seines Buches für dessen erste eigene politische Schrift. Schließlich verwandelt er ihn auch äußerlich in den Adolf Hitler, den wir aus der Geschichtsschreibung kennen. Mit seiner väterlichen Fürsorge trägt Herzl dazu bei, dass der verhinderte Künstler Hitler den Weg in die Politik findet. Mit – wie sich gezeigt hat - fatalen Folgen für die Weltgeschichte.

Der jüdische Theatermacher Tabori versteht es meisterhaft mit dem Entsetzen Scherz zu treiben. In seinem bitterbösen Stück in der Nachfolge von Brechts „Arturo Ui“ und Chaplins „Der große Diktator“ stellt er immer wieder ein Gleichgewicht her zwischen realistischer Tragik und überzeichneter Groteske und rüttelt an den letzten Tabus der Gegenwart.