MAULI - EWIG Tour 2019

MAULI - EWIG Tour 2019
08.03.2019 – 14.03.2019
Der Top10-Künstler MAULI ist jung und hat schon so viel richtig gemacht. Als Teil einer neuen Generation bricht er mit den bestehenden Regeln der völlig verstaubten Musikindustrie und geht den Guerillaweg des Smartphonemangements. Geboren... weiterlesen
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Event-Info

Der Top10-Künstler MAULI ist jung und hat schon so viel richtig gemacht. Als Teil einer neuen Generation bricht er mit den bestehenden Regeln der völlig verstaubten Musikindustrie und geht den Guerillaweg des Smartphonemangements.

Geboren wurde Mauli in Berlin. Praktisch, denn dadurch musste er nicht erst hinziehen, um dann nach ein paar Jahren die Krise zu kriegen und seine Restexistenz in Ketamin zu begraben. Nein, er war schon da und wollte seit Kindertagen auf der Bühne stehen. Schlagzeuger und Sänger oder irgendwas dazwischen. Zum Glück hat ihm niemand gesagt, dass das dumme Tagträumerei sei, und so programmiert er heute selbst die Drums, über die er einfach singt. Hätte er ein profitorientiertes Management über seinem Kopf kreisen gehabt, hätte er nach seinem Debütalbum „Spielverderber“, das bis heute als seiner Zeitvoraus gilt und dem öffentlichen Lob von Szenegrößen wie Sido und Raf Camora, verdammt nochmal die Ärmel hochgekrempelt und schnell einen Nachfolger hinterhergeschossen. Hype ausbauen, Marke pushen, Reichweite skalieren. Hat er aber nicht.

Ein durch Fließbandarbeit erzwungenes Plagiat von sich selbst, sollte seine zweite Platte nämlich nicht werden. Viel mehr eine konsequente, musikalische und lyrische Weiterentwicklung seines bisherigen Schaffens. Pöbelte der 24-Jährige Berliner auf seinem ersten Album noch unbekümmert gegen Rapkollegen aller Bekanntheits- und Altersgruppen, verzichtete er diesmal komplett auf dieses aufmerksamkeitserregende Stilmittel und fremde Namen.

Dass er frech ist, wissen alle schon lange. Was ihm aber wichtig ist und wer er überhaupt ist, erfahren wir auf „autismus x autotune“. Jeder der zehn Songs hat auf seinem Gebiet etwas zu sagen. Auch die Instrumentals entstanden diesmal komplett in Eigenregie, was nötig war, um den eigenen haushohen Ansprüchen zu genügen. Das gute Stück ist voll von Melodien, die im Kopf bleiben. Beats, die man im Rap so nicht wiederfindet. Aussagen, die so kurz wie wahr sind. Eins ist sicher: „autismus x autotune“ ist eines der progressivsten musikalischen Werke des Jahres, wenn nicht der Zeit.