Matthias Kirschnereit

Matthias Kirschnereit
am 08.07.2022
Zum Beethoven-Jahr legte Matthias Kirschnereit mit „Beethoven unknown“ eine seiner vielleicht spannendsten Klavier-Einspielungen vor. Es ist eine sehr besondere Würdigung des Meisterkomponisten, denn der Pianist widmet sich darauf zahlreichen... weiterlesen
Tickets ab 7,00 €

Termine

Orte Datum
Ditzum
Ev.-ref. Kirche
Fr. 08.07.2022 19:00 Uhr Tickets ab 7,00 €

Event-Info

Zum Beethoven-Jahr legte Matthias Kirschnereit mit „Beethoven unknown“ eine seiner vielleicht spannendsten Klavier-Einspielungen vor. Es ist eine sehr besondere Würdigung des Meisterkomponisten, denn der Pianist widmet sich darauf zahlreichen unbekannten Kostbarkeiten. Einige davon bringt Matthias Kirschnereit nun auch im Rahmen eines reinen Beethoven-Abends in Ditzum zu Gehör – umklammert von zwei der beliebtesten Sonaten des Komponisten.

Eingeleitet wird das Konzert von der berühmten „Pathétique“, die angesichts der erschreckenden Diagnose einer sich anbahnenden Taubheit entstand. Doch das Leid überführt Beethoven hier spielerisch in eine Kraft des musikalischen Ausdrucks, die bis heute beim Publikum verfängt. Im zeitlichen Umfeld der berühmten Sonate sind das rhythmisch-impulsive Allegretto c-Moll und die zwei kaum bekannten kleinen Klavierstücke „Lustig & Traurig“ entstanden und offenbaren doch ganz andere musikalische Charaktere. In der perlenden Polonaise C-Dur geht Beethoven über die übliche Form des höfischen Modetanzes und schafft ein freies Rondo mit einer fantasierenden Einleitung und einem quasi improvisierend ausgedehnten Schlussteil.

Die zweite Konzerthälfte eröffnet Kirschnereit mit den Variationen F-Dur. Diese lernte er noch als Student in einem Konzert mit dem legendären Alfred Brendel kennen und war auf Anhieb fasziniert vom chamäleonhaften Charakter des Werkes. Die himmlischen Klänge aus dem ikonenhaften Beginn der „Mondscheinsonate“ gehören wohl zu den berühmtesten der gesamten Musikgeschichte. Doch alle drei durch Attacca-Übergänge verbundenen Sätze bilden ein großes Ganzes, dessen zyklischer Aufbau sich vom langsamen Beginn über das episodisch anmutende Charakterstück in der Mitte bis zum rasanten Schluss kontinuierlich steigert, dessen Fortissimo-Passagen ihn bis heute zu einer der ungezügeltsten Kompositionen Beethovens machen.

Programm
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sonate c-Moll op. 13 „Pathétique“

Allegretto c-Moll WoO 53

Zwei kleine Klavierstücke WoO 54 „Lustig & Traurig“

Polonaise C-Dur op. 89

Variationen F-Dur op. 34

Sonata quasi una Fantasia cis-Moll op. 27/2 „Mondscheinsonate“

Matthias Kirschnereit (Klavier)

Gefördert von Sandersfeld Sicherheitstechnik und der Ostfriesischen Brandkasse

Weitere Events

HEX Festival - Future Talks

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04.07.2022 – 08.07.2022
Tickets ab 26,40

Event-Info

Zum Beethoven-Jahr legte Matthias Kirschnereit mit „Beethoven unknown“ eine seiner vielleicht spannendsten Klavier-Einspielungen vor. Es ist eine sehr besondere Würdigung des Meisterkomponisten, denn der Pianist widmet sich darauf zahlreichen unbekannten Kostbarkeiten. Einige davon bringt Matthias Kirschnereit nun auch im Rahmen eines reinen Beethoven-Abends in Ditzum zu Gehör – umklammert von zwei der beliebtesten Sonaten des Komponisten.

Eingeleitet wird das Konzert von der berühmten „Pathétique“, die angesichts der erschreckenden Diagnose einer sich anbahnenden Taubheit entstand. Doch das Leid überführt Beethoven hier spielerisch in eine Kraft des musikalischen Ausdrucks, die bis heute beim Publikum verfängt. Im zeitlichen Umfeld der berühmten Sonate sind das rhythmisch-impulsive Allegretto c-Moll und die zwei kaum bekannten kleinen Klavierstücke „Lustig & Traurig“ entstanden und offenbaren doch ganz andere musikalische Charaktere. In der perlenden Polonaise C-Dur geht Beethoven über die übliche Form des höfischen Modetanzes und schafft ein freies Rondo mit einer fantasierenden Einleitung und einem quasi improvisierend ausgedehnten Schlussteil.

Die zweite Konzerthälfte eröffnet Kirschnereit mit den Variationen F-Dur. Diese lernte er noch als Student in einem Konzert mit dem legendären Alfred Brendel kennen und war auf Anhieb fasziniert vom chamäleonhaften Charakter des Werkes. Die himmlischen Klänge aus dem ikonenhaften Beginn der „Mondscheinsonate“ gehören wohl zu den berühmtesten der gesamten Musikgeschichte. Doch alle drei durch Attacca-Übergänge verbundenen Sätze bilden ein großes Ganzes, dessen zyklischer Aufbau sich vom langsamen Beginn über das episodisch anmutende Charakterstück in der Mitte bis zum rasanten Schluss kontinuierlich steigert, dessen Fortissimo-Passagen ihn bis heute zu einer der ungezügeltsten Kompositionen Beethovens machen.

Programm
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sonate c-Moll op. 13 „Pathétique“

Allegretto c-Moll WoO 53

Zwei kleine Klavierstücke WoO 54 „Lustig & Traurig“

Polonaise C-Dur op. 89

Variationen F-Dur op. 34

Sonata quasi una Fantasia cis-Moll op. 27/2 „Mondscheinsonate“

Matthias Kirschnereit (Klavier)

Gefördert von Sandersfeld Sicherheitstechnik und der Ostfriesischen Brandkasse