LEO & GUTSCH

am 20.04.2020
Noch mehr Trost für Alterspubertierende Pubertät ist schlimm. Klar. Aber nicht so schlimm wie: Alterspubertät! »Nichts lässt einen das eigene Alter so sehr spüren wie die Anwesenheit junger Menschen mit frisch erwachtem Sexualtrieb. Manchmal... weiterlesen
Tickets ab 19,00 €

Termine

Orte Datum
Frankfurt
Brotfabrik
Mo. 20.04.2020 20:00 Uhr Tickets ab 19,00 €

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Noch mehr Trost für Alterspubertierende
Pubertät ist schlimm. Klar. Aber nicht so schlimm wie: Alterspubertät!

»Nichts lässt einen das eigene Alter so sehr spüren wie die Anwesenheit junger Menschen mit frisch erwachtem Sexualtrieb. Manchmal sitzen meine Frau und ich vor dem Fernseher, schauen einen ›Tatort‹, und der erotischste Satz, der an diesem Abend fällt, lautet: ›Schatz, kannst du mir mal die Salzstangen reichen?‹ Während ein paar Meter entfernt, im Zimmer formerly known as Kinderzimmer, zwei Teena-ger in einer Hormonexplosion durch das Kamasutra reiten.«
Alterspubertät, eine schwierige verwirrende Zeit, schon klar. Aber doch nur eine Phase. Und, wie wir wissen, zum Glück bald vorbei! Tja, leider nicht. Die Wahrheit ist, es wird erst mal noch ein bisschen schlimmer. Denn jetzt beginnt Phase zwei: die fortgeschrittene Alterspubertät.
Weibliche Alterspubertiere wollen plötzlich, dass man sich als Paar nochmal »neu entdeckt«. Beim Tango. Oder beim Tantra. Sie werden Vegetarier oder Veganer oder besuchen einen Wildkräuter-Workshop. Männliche Alterspubertiere sind vor Neid zerfressen auf die kraftstrotzenden Teenagerfreunde ihrer Teenagertöchter, versinken knietief in Nostalgie, fahren zur Haartransplantation nach Osteuropa o-der neigen zur Alters-Hypochondrie. Klingt scheußlich? Unbedingt! Aber das Tröst-liche ist ja: Umso heftiger sich fortgeschrittene Alterpubertiere gegen das Alter wehren - desto lustiger wird es.

Maxim Leo
Maxim Leo ist Kolumnist der Berliner Zeitung. Er erhielt den Theodor-Wolff-Preis. Für seine Familiengeschichte Haltet euer Herz bereit wurde er mit dem Europäi-schen Buchpreis ausgezeichnet. 2019 erschien Wo wir zu Hause sind. Die Ge-schichte meiner verschwundenen Familie. Er schreibt Tatort-Drehbücher und eine Krimireihe.

Jochen Gutsch
Jochen Gutsch ist Reporter beim Spiegel und Kolumnist der Berliner Zeitung. Er er-hielt den Theodor-Wolff-Preis und den Henri-Nannen-Preis. Zusammen mit Maxim Leo verfasste er die Bestseller Sprechende Männer (2011) und Es ist nur eine Phase, Hase (2018).

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Noch mehr Trost für Alterspubertierende
Pubertät ist schlimm. Klar. Aber nicht so schlimm wie: Alterspubertät!

»Nichts lässt einen das eigene Alter so sehr spüren wie die Anwesenheit junger Menschen mit frisch erwachtem Sexualtrieb. Manchmal sitzen meine Frau und ich vor dem Fernseher, schauen einen ›Tatort‹, und der erotischste Satz, der an diesem Abend fällt, lautet: ›Schatz, kannst du mir mal die Salzstangen reichen?‹ Während ein paar Meter entfernt, im Zimmer formerly known as Kinderzimmer, zwei Teena-ger in einer Hormonexplosion durch das Kamasutra reiten.«
Alterspubertät, eine schwierige verwirrende Zeit, schon klar. Aber doch nur eine Phase. Und, wie wir wissen, zum Glück bald vorbei! Tja, leider nicht. Die Wahrheit ist, es wird erst mal noch ein bisschen schlimmer. Denn jetzt beginnt Phase zwei: die fortgeschrittene Alterspubertät.
Weibliche Alterspubertiere wollen plötzlich, dass man sich als Paar nochmal »neu entdeckt«. Beim Tango. Oder beim Tantra. Sie werden Vegetarier oder Veganer oder besuchen einen Wildkräuter-Workshop. Männliche Alterspubertiere sind vor Neid zerfressen auf die kraftstrotzenden Teenagerfreunde ihrer Teenagertöchter, versinken knietief in Nostalgie, fahren zur Haartransplantation nach Osteuropa o-der neigen zur Alters-Hypochondrie. Klingt scheußlich? Unbedingt! Aber das Tröst-liche ist ja: Umso heftiger sich fortgeschrittene Alterpubertiere gegen das Alter wehren - desto lustiger wird es.

Maxim Leo
Maxim Leo ist Kolumnist der Berliner Zeitung. Er erhielt den Theodor-Wolff-Preis. Für seine Familiengeschichte Haltet euer Herz bereit wurde er mit dem Europäi-schen Buchpreis ausgezeichnet. 2019 erschien Wo wir zu Hause sind. Die Ge-schichte meiner verschwundenen Familie. Er schreibt Tatort-Drehbücher und eine Krimireihe.

Jochen Gutsch
Jochen Gutsch ist Reporter beim Spiegel und Kolumnist der Berliner Zeitung. Er er-hielt den Theodor-Wolff-Preis und den Henri-Nannen-Preis. Zusammen mit Maxim Leo verfasste er die Bestseller Sprechende Männer (2011) und Es ist nur eine Phase, Hase (2018).