Klaviertrio

Klaviertrio
am 29.04.2023
Cristina Marton, Klavier Wojciech Garbowski, Violine Marcus Hagemann, Violoncello Franz Schubert (1797-1828) aus Impromptus für Klavier solo Johann Sebastian Bach (1685-1750) Partita h-Moll für Violine BWV 1002 Sofia Gubaidulina... weiterlesen
Tickets ab 12,00 €

Termine

Orte Datum
Singen
Stadthalle Singen
Sa. 29.04.2023 20:00 Uhr Tickets ab 12,00 €

Event-Info

Cristina Marton, Klavier
Wojciech Garbowski, Violine
Marcus Hagemann, Violoncello

Franz Schubert (1797-1828)
aus Impromptus für Klavier solo

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Partita h-Moll für Violine BWV 1002

Sofia Gubaidulina (*1931)
aus 10 Préludes für Violoncello solo

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893)
Trio a-Moll für Klavier, Violine und Violoncello op. 50


Seit nunmehr zehn Jahren finden die drei Solisten des Klaviertrios in regelmäßigen Abständen gemeinsam und begeistern das Publikum durch eine Ausdruckskraft, die ihresgleichen sucht. Bevor sie sich an diesem Abend mit Tschaikowskis hochromantischem Werk zum Trio zusammentun, präsentieren sie sich jeweils einzeln mit charakteristischen Solowerken.
Pianistin Cristina Marton bringt mit Impromptus von Franz Schubert jene Zwischenform, die für sich stehen und doch das Gewicht eines Sonatensatzes haben kann. Die gebürtige Rumänin unterrichtet an der Jugendmusikschule Singen sowie am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg.
Die Sonaten und Partiten für Violine solo von Johann Sebastian Bach, die dieser vermutlich um 1720 in seiner Zeit als Kapellmeister in Köthen zu Studienzwecken schuf, gehören zum Kernrepertoire eines jeden Geigers. Die Partiten orientieren sich an den französischen Tanzsuiten. In der ersten Partita in h-Moll wechseln sich die vier Tanzsätze mit jeweils einem bewegteren „Double“, einem Variationensatz, ab.

Die russische Komponistin Sofia Gubaidulina schuf 1974 mit ihren zehn Präludien für Violoncello solo Werke, die sowohl Fragen der Spieltechnik (in den Satzüberschriften gespiegelt) als auch des Ausdrucks behandeln. Sie spielen mit Gegensätzen (etwa staccato – legato) und gehen auf Themen und Material zurück, die im ersten Stück vorgestellt werden.

Peter Tschaikowskys einziges Klaviertrio op. 50 ist dem "Gedenken an einen großen Künstler – à la mémoire d´un grand artiste" gewidmet: Es handelt sich um den Freund Nikolaj Rubinstein, Direktor des Moskauer Konservatoriums, dem Tschaikowsky vor allem mit dem ersten Satz, dem "pezzo elegiaco" ein tönendes Denkmal setzte. Mit seinem in weiten Bögen schwingenden Hauptsatz und der Folge von unterschiedlichsten Variationen, die ihre Kraft in einer ausladenden letzten Variation bündeln, hat das Trio wahrlich sinfonische Ausmaße. Grundlage des ausgedehnten zweiten Satzes ist ein russisches Lied, das vom Klavier allein vorgetragen wird. Stilistisch höchst vielseitig und wandelbar durchmessen die Variationen alle Höhen und Tiefen des Ausdrucks. Schließlich greift Tschaikowsky ein Thema aus dem ersten Satz wieder auf und erzeugt zum Ausklang eine resignative Stimmung, in der die Trauer um den verstorbenen Freund nochmals zum Ausdruck kommt.

Event-Info

Cristina Marton, Klavier
Wojciech Garbowski, Violine
Marcus Hagemann, Violoncello

Franz Schubert (1797-1828)
aus Impromptus für Klavier solo

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Partita h-Moll für Violine BWV 1002

Sofia Gubaidulina (*1931)
aus 10 Préludes für Violoncello solo

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893)
Trio a-Moll für Klavier, Violine und Violoncello op. 50


Seit nunmehr zehn Jahren finden die drei Solisten des Klaviertrios in regelmäßigen Abständen gemeinsam und begeistern das Publikum durch eine Ausdruckskraft, die ihresgleichen sucht. Bevor sie sich an diesem Abend mit Tschaikowskis hochromantischem Werk zum Trio zusammentun, präsentieren sie sich jeweils einzeln mit charakteristischen Solowerken.
Pianistin Cristina Marton bringt mit Impromptus von Franz Schubert jene Zwischenform, die für sich stehen und doch das Gewicht eines Sonatensatzes haben kann. Die gebürtige Rumänin unterrichtet an der Jugendmusikschule Singen sowie am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg.
Die Sonaten und Partiten für Violine solo von Johann Sebastian Bach, die dieser vermutlich um 1720 in seiner Zeit als Kapellmeister in Köthen zu Studienzwecken schuf, gehören zum Kernrepertoire eines jeden Geigers. Die Partiten orientieren sich an den französischen Tanzsuiten. In der ersten Partita in h-Moll wechseln sich die vier Tanzsätze mit jeweils einem bewegteren „Double“, einem Variationensatz, ab.

Die russische Komponistin Sofia Gubaidulina schuf 1974 mit ihren zehn Präludien für Violoncello solo Werke, die sowohl Fragen der Spieltechnik (in den Satzüberschriften gespiegelt) als auch des Ausdrucks behandeln. Sie spielen mit Gegensätzen (etwa staccato – legato) und gehen auf Themen und Material zurück, die im ersten Stück vorgestellt werden.

Peter Tschaikowskys einziges Klaviertrio op. 50 ist dem "Gedenken an einen großen Künstler – à la mémoire d´un grand artiste" gewidmet: Es handelt sich um den Freund Nikolaj Rubinstein, Direktor des Moskauer Konservatoriums, dem Tschaikowsky vor allem mit dem ersten Satz, dem "pezzo elegiaco" ein tönendes Denkmal setzte. Mit seinem in weiten Bögen schwingenden Hauptsatz und der Folge von unterschiedlichsten Variationen, die ihre Kraft in einer ausladenden letzten Variation bündeln, hat das Trio wahrlich sinfonische Ausmaße. Grundlage des ausgedehnten zweiten Satzes ist ein russisches Lied, das vom Klavier allein vorgetragen wird. Stilistisch höchst vielseitig und wandelbar durchmessen die Variationen alle Höhen und Tiefen des Ausdrucks. Schließlich greift Tschaikowsky ein Thema aus dem ersten Satz wieder auf und erzeugt zum Ausklang eine resignative Stimmung, in der die Trauer um den verstorbenen Freund nochmals zum Ausdruck kommt.