KAT FRANKIE

am 16.10.2022
Wenn Kat Frankie auf der Bühne steht, sieht man eine androgyn wirkende Frau, die sich entweder lässig die Gitarre umhängt oder unaufgeregt die Hände in die Hosentaschen steckt, bevor sie ans Mikro tritt. Und dann, wenn der Gesang einsetzt, verwandelt... weiterlesen
Tickets ab 28,30 €

Termine

Orte Datum
Frankfurt
Brotfabrik
So. 16.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 28,30 €

Event-Info

Wenn Kat Frankie auf der Bühne steht, sieht man eine androgyn wirkende Frau, die sich entweder lässig die Gitarre umhängt oder unaufgeregt die Hände in die Hosentaschen steckt, bevor sie ans Mikro tritt. Und dann, wenn der Gesang einsetzt, verwandelt sich die vermeintliche Abgeklärtheit der Musikerin in ein Balancieren am Abgründigen. Diese tiefe, dunkle Stimme, die in ihrer Intensität gleichermaßen an Annie Lennox oder PJ Harvey erinnert und doch eine ganz eigene, einzigartige Welt herauf beschwört.

Des Etiketts einer jungen Singer/Songwriterin an der Gitarre hat sich die 33-Jährige längst entledigt. Kat Frankies Songs sind größer und komplexer geworden, melodischer und interessanter. „Please Don’t Give Me What I Want“ nächtigt gar beim Pop und schlafwandelt doch in Richtung tiefgründiges Songwriting. Die Musikerin gibt zu, dass die letzte Platte noch stark introvertiert und verhaltener gewesen sei, sie selbst nun aber eine Art Wendepunkt überschritten habe. „Ich schere mich nicht länger um mögliche Konsequenzen oder darum, was die anderen sagen könnten, ich tu was ich will“, sagt Kat Frankie lachend, davon überzeugt, jede Idee, die in ihrem Kopf umherschwirrt, in die Freiheit zu entlassen.

Mehr noch als die Instrumentierung spielte für „Please Don’t Give Me What I Want“ der Einsatz der Stimme eine Rolle. „Ich wollte ein Album machen, auf dem der Gesang im Mittelpunkt steht, die Stimme und was sich alles mit ihr anstellen lässt,“ erklärt die Musikerin und verweist auf Phrasierung und Tempo wie auch auf Aufnahmetechniken, die ihrer Stimme ein wandelbares Gewand entworfen haben. So nahm sie „Requiem for a Queen“ in einem langen Korridor, zehn Meter vom Mikro entfernt auf, um ihren Gesang wie einen Ruf aus weiter Ferne wirken zu lassen. Oder statt auf die Unterstützung eines Synthesizers zu setzen, loopte sie ihre Stimme mit Hilfe einer schlichten Loop-Maschine. Zu hören auf dem wunderbaren „Frauen verlassen“, ein Song, der von der Trennung eines Paares handelt und auf welche Seite sich die gemeinsamen Freunde stellen.
Außerdem hat Kat Frankie für "Please, Don’t Give Me What I Want" zum ersten Mal einen deutschen Song geschrieben: „Der Ertrag“ wurde inspiriert von Sherlock Holmes „Der Hund von Baskerville“ und Kate Bushs musikalischer Umsetzung des Brontë-Klassikers „Wuthering Heights“. Noch eine literarische Bekannte treffen die Hörer bei „Ophelia“, einen Song, den Kat Frankie aus der Perspektive ihres Bruders Laertes singt.
Nein, Kat Frankie ist weiß Gott keine oberflächliche Künstlerin, die das Musikmachen als lockeren Zeitvertreib betrachtet. Mit Haut und Haar vergräbt sie sich in ihrer Arbeit. Man kann sie Kontrollfreak nennen, oder eben einfach eine Ausnahmekünstlerin.

Event-Info

Wenn Kat Frankie auf der Bühne steht, sieht man eine androgyn wirkende Frau, die sich entweder lässig die Gitarre umhängt oder unaufgeregt die Hände in die Hosentaschen steckt, bevor sie ans Mikro tritt. Und dann, wenn der Gesang einsetzt, verwandelt sich die vermeintliche Abgeklärtheit der Musikerin in ein Balancieren am Abgründigen. Diese tiefe, dunkle Stimme, die in ihrer Intensität gleichermaßen an Annie Lennox oder PJ Harvey erinnert und doch eine ganz eigene, einzigartige Welt herauf beschwört.

Des Etiketts einer jungen Singer/Songwriterin an der Gitarre hat sich die 33-Jährige längst entledigt. Kat Frankies Songs sind größer und komplexer geworden, melodischer und interessanter. „Please Don’t Give Me What I Want“ nächtigt gar beim Pop und schlafwandelt doch in Richtung tiefgründiges Songwriting. Die Musikerin gibt zu, dass die letzte Platte noch stark introvertiert und verhaltener gewesen sei, sie selbst nun aber eine Art Wendepunkt überschritten habe. „Ich schere mich nicht länger um mögliche Konsequenzen oder darum, was die anderen sagen könnten, ich tu was ich will“, sagt Kat Frankie lachend, davon überzeugt, jede Idee, die in ihrem Kopf umherschwirrt, in die Freiheit zu entlassen.

Mehr noch als die Instrumentierung spielte für „Please Don’t Give Me What I Want“ der Einsatz der Stimme eine Rolle. „Ich wollte ein Album machen, auf dem der Gesang im Mittelpunkt steht, die Stimme und was sich alles mit ihr anstellen lässt,“ erklärt die Musikerin und verweist auf Phrasierung und Tempo wie auch auf Aufnahmetechniken, die ihrer Stimme ein wandelbares Gewand entworfen haben. So nahm sie „Requiem for a Queen“ in einem langen Korridor, zehn Meter vom Mikro entfernt auf, um ihren Gesang wie einen Ruf aus weiter Ferne wirken zu lassen. Oder statt auf die Unterstützung eines Synthesizers zu setzen, loopte sie ihre Stimme mit Hilfe einer schlichten Loop-Maschine. Zu hören auf dem wunderbaren „Frauen verlassen“, ein Song, der von der Trennung eines Paares handelt und auf welche Seite sich die gemeinsamen Freunde stellen.
Außerdem hat Kat Frankie für "Please, Don’t Give Me What I Want" zum ersten Mal einen deutschen Song geschrieben: „Der Ertrag“ wurde inspiriert von Sherlock Holmes „Der Hund von Baskerville“ und Kate Bushs musikalischer Umsetzung des Brontë-Klassikers „Wuthering Heights“. Noch eine literarische Bekannte treffen die Hörer bei „Ophelia“, einen Song, den Kat Frankie aus der Perspektive ihres Bruders Laertes singt.
Nein, Kat Frankie ist weiß Gott keine oberflächliche Künstlerin, die das Musikmachen als lockeren Zeitvertreib betrachtet. Mit Haut und Haar vergräbt sie sich in ihrer Arbeit. Man kann sie Kontrollfreak nennen, oder eben einfach eine Ausnahmekünstlerin.