Kai Schumacher

Kai Schumacher
am 07.07.2023
Es gibt nicht viele klassische Musiker, die auf ihrem Facebook-Account ein Berliner Elektro- Punk-Album aus dem Jahre 1993 empfehlen oder den 25. Todestag von Grunge-Mastermind Kurt Cobain mit einem Link zu dessen Schlüsselsong Lithium ehren.... weiterlesen
Tickets ab 40,50 €

Termine

Orte Datum
Hamburg
Elbphilharmonie
Fr. 07.07.2023 19:30 Uhr Tickets ab 40,50 €

Event-Info

Es gibt nicht viele klassische Musiker, die auf ihrem Facebook-Account ein Berliner Elektro-
Punk-Album aus dem Jahre 1993 empfehlen oder den 25. Todestag von Grunge-Mastermind Kurt Cobain mit einem Link zu dessen Schlüsselsong Lithium ehren. Ob Atari Teenage Riot oder Nirvana: der Pianist Kai Schumacher bewegt sich stilsicher und kenntnisreich in den unterschiedlichsten Gefilden der populären Musik.

Dabei hat der Duisburger selbst zunächt die typische Ausbildung im Klassikbetrieb durchlaufen. Nach der städtischen Musikschule besuchte er die Folkwang-Hochschule in Essen. Diese schloss Schumacher 2009 in der Meisterklasse von Prof. Till Engel mit Auszeichnung ab. Vor mittlerweile mehr als zehn Jahren, direkt in seinem Abschlussjahr, nahm er sich The People United Will Never Be Defeated von Frederic Rzewski vor und wagte sich hiermit an seine erste von bisher vier Album-Einspielungen. Ein klares Statement des Bad Boy of Music (Klassik Critix), der seitdem wie ein musikalisch verrückter Wissenschaftler experimentiert und scheinbar unvereinbare Elemente kombiniert – mit überraschenden Ergebnissen.

Seine Solo-Performances sind pure musikalische und stilistische Alchemie, die eine berauschende Mischung aus Dadaismus und Dancefloor, Avantgarde und Popkultur bieten – und manchmal vermengt der Punk-Pianist (BR) sogar alles auf einmal.

Auf Rausch, seinem aktuellen Album, liegt der Fokus nun erstmals durchgängig auf eigenen Kompositionen. Dabei verzichtet Kai Schumacher auf Overdubs. Überhaupt kommt keinerlei Elektronik zum Einsatz. Stattdessen hat er sein Instrument analog präpariert und die Mechanik des Klaviers dahingehend manipuliert, dass ganz bewusst „schräge“ Töne entstehen. „Rausch ist somit eine Momentaufnahme, die man nicht unbedingt mit Klaviermusik verbindet“, sagt Schumacher. Eine konsequente Positionierung in der modernen Klassik; ein Bekenntnis zur Musik auf der Schwelle zu den neuen Zwanziger Jahren: „Wie tausend kleine, unermüdliche Bienchen flirrt »Rausch« im Ohr“ (BR Klassik).

2023 wird das Wild Child der Klassik zudem erneut gemeinsam mit Singer-Songwriter Gisbert zu Knyphausen auftreten und ihr Programm Lass Irre Hunde Heulen im Großen Saal der Elbphilharmonie vorstellen. Mit Franz Schuberts Winterreise und sowie Gisbert zu Knyphausens eigenen, in kammermusikalischen Arrangements verpackten Liedern verbinden die beiden zwei Klangwelten, die mehr Parallelen aufweisen, als man denken mag.

Event-Info

Es gibt nicht viele klassische Musiker, die auf ihrem Facebook-Account ein Berliner Elektro-
Punk-Album aus dem Jahre 1993 empfehlen oder den 25. Todestag von Grunge-Mastermind Kurt Cobain mit einem Link zu dessen Schlüsselsong Lithium ehren. Ob Atari Teenage Riot oder Nirvana: der Pianist Kai Schumacher bewegt sich stilsicher und kenntnisreich in den unterschiedlichsten Gefilden der populären Musik.

Dabei hat der Duisburger selbst zunächt die typische Ausbildung im Klassikbetrieb durchlaufen. Nach der städtischen Musikschule besuchte er die Folkwang-Hochschule in Essen. Diese schloss Schumacher 2009 in der Meisterklasse von Prof. Till Engel mit Auszeichnung ab. Vor mittlerweile mehr als zehn Jahren, direkt in seinem Abschlussjahr, nahm er sich The People United Will Never Be Defeated von Frederic Rzewski vor und wagte sich hiermit an seine erste von bisher vier Album-Einspielungen. Ein klares Statement des Bad Boy of Music (Klassik Critix), der seitdem wie ein musikalisch verrückter Wissenschaftler experimentiert und scheinbar unvereinbare Elemente kombiniert – mit überraschenden Ergebnissen.

Seine Solo-Performances sind pure musikalische und stilistische Alchemie, die eine berauschende Mischung aus Dadaismus und Dancefloor, Avantgarde und Popkultur bieten – und manchmal vermengt der Punk-Pianist (BR) sogar alles auf einmal.

Auf Rausch, seinem aktuellen Album, liegt der Fokus nun erstmals durchgängig auf eigenen Kompositionen. Dabei verzichtet Kai Schumacher auf Overdubs. Überhaupt kommt keinerlei Elektronik zum Einsatz. Stattdessen hat er sein Instrument analog präpariert und die Mechanik des Klaviers dahingehend manipuliert, dass ganz bewusst „schräge“ Töne entstehen. „Rausch ist somit eine Momentaufnahme, die man nicht unbedingt mit Klaviermusik verbindet“, sagt Schumacher. Eine konsequente Positionierung in der modernen Klassik; ein Bekenntnis zur Musik auf der Schwelle zu den neuen Zwanziger Jahren: „Wie tausend kleine, unermüdliche Bienchen flirrt »Rausch« im Ohr“ (BR Klassik).

2023 wird das Wild Child der Klassik zudem erneut gemeinsam mit Singer-Songwriter Gisbert zu Knyphausen auftreten und ihr Programm Lass Irre Hunde Heulen im Großen Saal der Elbphilharmonie vorstellen. Mit Franz Schuberts Winterreise und sowie Gisbert zu Knyphausens eigenen, in kammermusikalischen Arrangements verpackten Liedern verbinden die beiden zwei Klangwelten, die mehr Parallelen aufweisen, als man denken mag.