Johannespassion - von Johann Sebastian Bach

Johannespassion - von Johann Sebastian Bach
am 22.04.2023
Produktion: Tanzforum München Das Tanzforum München zeigt ein Ballett zur Osterzeit. Ein Mann wird ans Kreuz geschlagen - und soll tanzen? Das Leiden Christi als Ballett? - Das Tanzforum München zeigt eine ungewöhnliche Umsetzung der... weiterlesen
Tickets ab 12,25 €

Termine

Orte Datum
Ottobrunn
Wolf-Ferrari-Haus
Sa. 22.04.2023 19:30 Uhr Tickets ab 12,25 €

Event-Info

Produktion: Tanzforum München

Das Tanzforum München zeigt ein Ballett zur Osterzeit.

Ein Mann wird ans Kreuz geschlagen - und soll tanzen? Das Leiden Christi als Ballett? - Das Tanzforum München zeigt eine ungewöhnliche Umsetzung der Passionsgeschichte.

Johann Sebastian Bach schrieb eines seiner schönsten Oratorien nach dem Johannes-Evangelium.

Choreograph Eckard Paesler setzt Bachs Werk, sich ganz einer volkstümlichen Tradition des Osterspiels bewusst, in ein Handlungsballett um. Zehn Tänzerinnen und Tänzer spüren dem Geschehen um die Verurteilung, Hinrichtung und Auferstehung des Jesus von Nazareth in einer emotionsgeladenen Choreographie nach. Dabei sind sie allein auf sich selbst und die Ausdruckskraft ihrer Körper gestellt. Lediglich die Lichtgestaltung unterstützt sie. Die spannende Bebilderung des Passionsgeschehens folgt eng dem Oratoriumstext und erzählt in einer allgemein verständlichen Bewegungssprache eine Geschichte, die auch 2022 unmittelbar berührt: Opportunisten gehen, einem Herdentrieb folgend, stets den einfachen Weg. Und manchmal scheint es unmöglich, durch da Hurra-Geschrei der Massen die eigene Stimme zu hören. Wie schwer es ist, sich treu zu bleiben, nicht zu verzweifeln über die Verbohrtheit der Welt, davon berichtet Jesus Geschichte. Aber auch in Petrus vermag sich ein heutiges Publikum wiederzuerkennen. Er zeigt, wie schwach man oft ist, wenn es heißt, Farbe zu bekennen, wenn innere Überzeugung gegen Mitläufertum ankämpfen muß, wenn auf einmal Zivilcourage gefordert ist. Daß es notwendig sein kann, sich von alten Überzeugungen zu trennen, daß es vor allen Dingen immer auch einen Weg dorthin gibt, und daß man so mitunter nicht nur sich selbst, sondern die gesamte Menschheit einen wenn auch winzigen Schritt weiterbringen kann, läßt sich aus der Episode vom bekehrten Soldaten erkennen. Wenn Maria unter der Last des Leichnams ihres Sohnes beinahe zusammenbricht, ist sie alles andere als eine lichtdurchwirkte Strahlen-Madonna. Vielmehr nimmt in ihr die zermürbende Trauer und die tiefe Verzweiflung all derer Gestalt an, die durch die Selbstbesessenheit und Ignoranz der Machthabenden ihrer nächsten Mitmenschen beraubt wurden. Von ihnen gibt es auch heute eine unüberschaubare Zahl.

Eckhard Paesler kreierte „Johannes-Passion“ bereits im Jahr 2002. Seither zeigte das Tanzforum das Stück viele Male landauf, landab. In Theatern und oft auch in Kirchen.


Tickets:
EUR 25,50 / EUR 21,50
Abonnement 2, freier Verkauf ab 06.09.2022

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Event-Info

Produktion: Tanzforum München

Das Tanzforum München zeigt ein Ballett zur Osterzeit.

Ein Mann wird ans Kreuz geschlagen - und soll tanzen? Das Leiden Christi als Ballett? - Das Tanzforum München zeigt eine ungewöhnliche Umsetzung der Passionsgeschichte.

Johann Sebastian Bach schrieb eines seiner schönsten Oratorien nach dem Johannes-Evangelium.

Choreograph Eckard Paesler setzt Bachs Werk, sich ganz einer volkstümlichen Tradition des Osterspiels bewusst, in ein Handlungsballett um. Zehn Tänzerinnen und Tänzer spüren dem Geschehen um die Verurteilung, Hinrichtung und Auferstehung des Jesus von Nazareth in einer emotionsgeladenen Choreographie nach. Dabei sind sie allein auf sich selbst und die Ausdruckskraft ihrer Körper gestellt. Lediglich die Lichtgestaltung unterstützt sie. Die spannende Bebilderung des Passionsgeschehens folgt eng dem Oratoriumstext und erzählt in einer allgemein verständlichen Bewegungssprache eine Geschichte, die auch 2022 unmittelbar berührt: Opportunisten gehen, einem Herdentrieb folgend, stets den einfachen Weg. Und manchmal scheint es unmöglich, durch da Hurra-Geschrei der Massen die eigene Stimme zu hören. Wie schwer es ist, sich treu zu bleiben, nicht zu verzweifeln über die Verbohrtheit der Welt, davon berichtet Jesus Geschichte. Aber auch in Petrus vermag sich ein heutiges Publikum wiederzuerkennen. Er zeigt, wie schwach man oft ist, wenn es heißt, Farbe zu bekennen, wenn innere Überzeugung gegen Mitläufertum ankämpfen muß, wenn auf einmal Zivilcourage gefordert ist. Daß es notwendig sein kann, sich von alten Überzeugungen zu trennen, daß es vor allen Dingen immer auch einen Weg dorthin gibt, und daß man so mitunter nicht nur sich selbst, sondern die gesamte Menschheit einen wenn auch winzigen Schritt weiterbringen kann, läßt sich aus der Episode vom bekehrten Soldaten erkennen. Wenn Maria unter der Last des Leichnams ihres Sohnes beinahe zusammenbricht, ist sie alles andere als eine lichtdurchwirkte Strahlen-Madonna. Vielmehr nimmt in ihr die zermürbende Trauer und die tiefe Verzweiflung all derer Gestalt an, die durch die Selbstbesessenheit und Ignoranz der Machthabenden ihrer nächsten Mitmenschen beraubt wurden. Von ihnen gibt es auch heute eine unüberschaubare Zahl.

Eckhard Paesler kreierte „Johannes-Passion“ bereits im Jahr 2002. Seither zeigte das Tanzforum das Stück viele Male landauf, landab. In Theatern und oft auch in Kirchen.


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EUR 25,50 / EUR 21,50
Abonnement 2, freier Verkauf ab 06.09.2022