Ilija Trojanow

Ilija Trojanow
am 05.03.2022
Wir leben in Zeiten einer neuen Völkerwanderung. Laut dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen waren im Jahr 2020 weltweit erstmals mehr als 80 Millionen Menschen auf der Flucht. Hinter dieser Zahl verstecken sich unzählige... weiterlesen
Tickets ab 11,50 €

Termine

Orte Datum
Gschwend
bilderhaus Gschwend
Sa. 05.03.2022 20:00 Uhr Tickets ab 11,50 €

Event-Info

Wir leben in Zeiten einer neuen Völkerwanderung.
Laut dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen waren im Jahr 2020 weltweit erstmals mehr als 80 Millionen Menschen auf der Flucht.
Hinter dieser Zahl verstecken sich unzählige Einzelschicksale. Die Flüchtenden sehen sich materiellen und rechtlichen Problemen ausgesetzt, ebenso Fragen der sozialen Integration und nicht zuletzt dem Standhalten in einer neuen sprachlich-kulturellen Umgebung.
»Es gibt ein Leben nach der Flucht, doch die Flucht wirkt fort, ein Leben lang«, sagt Ilija Trojanow. Gibt es also so etwas wie eine nomadische Identität? Als Kind ist Ilija Trojanow zusammen mit seiner Familie aus Bulgarien geflohen. In seinem autobiographischen Essay Nach der Flucht von 2017 erzählt er poetisch davon, was es bedeutet, sein Leben lang auf der Flucht zu sein. Kulturelle Annährung an das jeweils neue Lebensumfeld vollzieht sich in erster Linie über die Sprache. Wer in einer ihm oder ihr fremden Sprachwelt bestehen muss, sieht sich oft schwer überwindlichen Hürden ausgesetzt.
Ilija Trojanow erzählt von sich selbst, und doch ist sein Leben exemplarisch. In Sofia geboren, kam er nach Deutschland, lebte später in Nairobi, in Paris und Mumbai, in Kapstadt. Er studierte Rechtswissenschaften und Ethnologie in München, gründete zwei literarische Verlage, verfasste Romane und Reisereportagen sowie literarisch-politische Essays. Vielfach ausgezeichnet, erhielt er unter anderem im Jahr 2000 den Adalbert von Chamisso-Preis. Wie kaum ein anderer kann er Auskunft geben über interkulturelle Erfahrungen.

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Wir leben in Zeiten einer neuen Völkerwanderung.
Laut dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen waren im Jahr 2020 weltweit erstmals mehr als 80 Millionen Menschen auf der Flucht.
Hinter dieser Zahl verstecken sich unzählige Einzelschicksale. Die Flüchtenden sehen sich materiellen und rechtlichen Problemen ausgesetzt, ebenso Fragen der sozialen Integration und nicht zuletzt dem Standhalten in einer neuen sprachlich-kulturellen Umgebung.
»Es gibt ein Leben nach der Flucht, doch die Flucht wirkt fort, ein Leben lang«, sagt Ilija Trojanow. Gibt es also so etwas wie eine nomadische Identität? Als Kind ist Ilija Trojanow zusammen mit seiner Familie aus Bulgarien geflohen. In seinem autobiographischen Essay Nach der Flucht von 2017 erzählt er poetisch davon, was es bedeutet, sein Leben lang auf der Flucht zu sein. Kulturelle Annährung an das jeweils neue Lebensumfeld vollzieht sich in erster Linie über die Sprache. Wer in einer ihm oder ihr fremden Sprachwelt bestehen muss, sieht sich oft schwer überwindlichen Hürden ausgesetzt.
Ilija Trojanow erzählt von sich selbst, und doch ist sein Leben exemplarisch. In Sofia geboren, kam er nach Deutschland, lebte später in Nairobi, in Paris und Mumbai, in Kapstadt. Er studierte Rechtswissenschaften und Ethnologie in München, gründete zwei literarische Verlage, verfasste Romane und Reisereportagen sowie literarisch-politische Essays. Vielfach ausgezeichnet, erhielt er unter anderem im Jahr 2000 den Adalbert von Chamisso-Preis. Wie kaum ein anderer kann er Auskunft geben über interkulturelle Erfahrungen.