GAUTHIER DANCE

GAUTHIER DANCE
21.12.2022 – 22.12.2022
Schwanensee! Unzählig sind die traditionellen Interpretationen, modernen Aneignungen und Parodien, auf der Bühne ebenso wie auf der Kino-Leinwand. Ist Schwanensee also auserzählt? Mit Sicherheit nicht – jedenfalls dann nicht, wenn man ein völlig... weiterlesen
Tickets ab 37,70 €

Event-Info

Schwanensee! Unzählig sind die traditionellen Interpretationen, modernen Aneignungen und Parodien, auf der Bühne ebenso wie auf der Kino-Leinwand. Ist Schwanensee also auserzählt? Mit Sicherheit nicht – jedenfalls dann nicht, wenn man ein völlig neues Format für den Stoff findet... Eric Gauthier holte drei Künstler und eine Künstlerin ins Boot, die jeweils eine besondere Geschichte mit der Company verbindet. Gauthier hat sie gebeten, ihre Version von Schwanensee für die Theaterhaus-Company zu kreieren. Zusammen ergeben sie kein abendfüllendes Stück, sondern "Swan Lakes", im Plural. Ein ambitioniertes Programm mit vier jeweils gut 20-minütigen Schwanensee-Stücken, stilistisch so unterschiedlich wie die Choreographen selbst. Vor allem aber ein Abend, der Publikum wie Künstlern die Chance eröffnet, an etwas Bekanntes anzuknüpfen – und dabei völlig Neues zu entdecken.
Eine Produktion von Theaterhaus Stuttgart  

Marie Chouinard: LE CHANT DU CYGNE: LE LAC

Keine der zeitgenössischen Choreographinnen hat sich wohl mit solcher Radikaliät der Avantgarde verschrieben wie Marie Chouinard. Nach fulminanten Jahren als Solo-Performerin und Choreographin folgte 1990 die Gründung ihrer Compagnie Marie Chouinard. In bislang mehr als 50 Stücken feierte sie den Tanz als heilige, als spirituelle Kunst, immer auf der Suche nach dem, was sie „das Mysterium“ nennt – die unsichtbare, ursprüngliche Lebensenergie in unseren Körpern. LE CHANT DU CYGNE: LE LAC verspricht ein zutiefst sinnliches Erlebnis, bei dem Tanz, elektronische Musik und Videoprojektionen miteinander verschmelzen. Das Zentrum, von dem aus die Tänzerinnen diese verblüffende zeitgenössische Kreation mit Leben füllen, bildet ein einfaches, veredeltes Architekturelement.

Hofesh Shechter: SWAN CAKE

Der Choreograph Hofesh Shechter gilt als einer der spannendsten Bühnenkünstler unserer Zeit. Seine dunklen, rohen, rhythmisch pulsierenden Tanzwelten bersten geradezu vor Originalität und politischer Relevanz. Shechters Alleinstellungsmerkmal ist die einzigartige Körperlichkeit seines Stils in Kombination mit den atmosphärischen Soundtracks, die er selbst komponiert. Diese künstlerische Doppelbegabung wurde geformt durch seine Jahre als Tänzer bei der legendären Batsheva Dance Company und ein Musikstudium in Paris. Shechter interessiert sich bei SWAN CAKE vor allem für die dunkle Unterströmung des Ballettklassikers. Statt Schönheit, Reinheit und Klarheit zeigt er uns Getriebene, die kein Heim haben, keinen Ort, keine Wahl – aber Wünsche, Fantasien und Träume. Und lässt uns so verstehen, dass unter der Oberfläche eine ganz eigene Art von Schönheit nur darauf wartet, ans Tageslicht zu kommen.

Cayetano Soto: UNTITLED FOR 7 DANCERS

Cayetano Soto zählt zu den guten alten Bekannten von Gauthier Dance. Schwer zu sagen, wer seine verrückten Choreographien mehr liebt – die Tänzer oder die Zuschauer. Die ausgefallenen Ideen und die exzentrische, aber überaus sensible Sicht auf die Welt zählen zu Sotos Markenzeichen. Denn dem spanischen Choreographen haben es vor allem die Suchenden angetan – Menschen und Künstler, die nicht ins Konzept passen. So wie die kubanische Soul-Legende La Lupe, der Malasangre gewidmet ist. Auch für „seinen“ Schwanensee zeichnet sich Spannendes ab. Denn Soto zielt auf nichts weniger als den Kern des Mythos: den Moment der Verwandlung vom Menschen zum Tier, von Frau zu Schwan. Die passende magische Klangwelt schuf der junge Komponist und Cellist Peter Gregson.

Marco Goecke: Shara Nur 

Seit Januar 2019 ist Marco Goecke Gauthier Dance als Artist-in-Residence verbunden. Eine Vertrautheit, die mit den Jahren gewachsen ist und sich in immer persönlicheren Kreationen für Gauthier Dance niedergeschlagen hat. Der Schwanensee-Stoff ist wie gemacht für Goeckes dunklen Kosmos und dessen rasende, zitternde Ästhetik. Ein Abstecher in klassische Gefilde kommt für den Ballett-Erneuerer dabei selbstverständlich nicht in Frage. Dem romantischen Topos von den weiblichen Schwänen setzt er jedenfalls von vornherein ein selbstbewusstes Statement entgegen: eine rein männliche Besetzung.

Event-Info

Schwanensee! Unzählig sind die traditionellen Interpretationen, modernen Aneignungen und Parodien, auf der Bühne ebenso wie auf der Kino-Leinwand. Ist Schwanensee also auserzählt? Mit Sicherheit nicht – jedenfalls dann nicht, wenn man ein völlig neues Format für den Stoff findet... Eric Gauthier holte drei Künstler und eine Künstlerin ins Boot, die jeweils eine besondere Geschichte mit der Company verbindet. Gauthier hat sie gebeten, ihre Version von Schwanensee für die Theaterhaus-Company zu kreieren. Zusammen ergeben sie kein abendfüllendes Stück, sondern "Swan Lakes", im Plural. Ein ambitioniertes Programm mit vier jeweils gut 20-minütigen Schwanensee-Stücken, stilistisch so unterschiedlich wie die Choreographen selbst. Vor allem aber ein Abend, der Publikum wie Künstlern die Chance eröffnet, an etwas Bekanntes anzuknüpfen – und dabei völlig Neues zu entdecken.
Eine Produktion von Theaterhaus Stuttgart  

Marie Chouinard: LE CHANT DU CYGNE: LE LAC

Keine der zeitgenössischen Choreographinnen hat sich wohl mit solcher Radikaliät der Avantgarde verschrieben wie Marie Chouinard. Nach fulminanten Jahren als Solo-Performerin und Choreographin folgte 1990 die Gründung ihrer Compagnie Marie Chouinard. In bislang mehr als 50 Stücken feierte sie den Tanz als heilige, als spirituelle Kunst, immer auf der Suche nach dem, was sie „das Mysterium“ nennt – die unsichtbare, ursprüngliche Lebensenergie in unseren Körpern. LE CHANT DU CYGNE: LE LAC verspricht ein zutiefst sinnliches Erlebnis, bei dem Tanz, elektronische Musik und Videoprojektionen miteinander verschmelzen. Das Zentrum, von dem aus die Tänzerinnen diese verblüffende zeitgenössische Kreation mit Leben füllen, bildet ein einfaches, veredeltes Architekturelement.

Hofesh Shechter: SWAN CAKE

Der Choreograph Hofesh Shechter gilt als einer der spannendsten Bühnenkünstler unserer Zeit. Seine dunklen, rohen, rhythmisch pulsierenden Tanzwelten bersten geradezu vor Originalität und politischer Relevanz. Shechters Alleinstellungsmerkmal ist die einzigartige Körperlichkeit seines Stils in Kombination mit den atmosphärischen Soundtracks, die er selbst komponiert. Diese künstlerische Doppelbegabung wurde geformt durch seine Jahre als Tänzer bei der legendären Batsheva Dance Company und ein Musikstudium in Paris. Shechter interessiert sich bei SWAN CAKE vor allem für die dunkle Unterströmung des Ballettklassikers. Statt Schönheit, Reinheit und Klarheit zeigt er uns Getriebene, die kein Heim haben, keinen Ort, keine Wahl – aber Wünsche, Fantasien und Träume. Und lässt uns so verstehen, dass unter der Oberfläche eine ganz eigene Art von Schönheit nur darauf wartet, ans Tageslicht zu kommen.

Cayetano Soto: UNTITLED FOR 7 DANCERS

Cayetano Soto zählt zu den guten alten Bekannten von Gauthier Dance. Schwer zu sagen, wer seine verrückten Choreographien mehr liebt – die Tänzer oder die Zuschauer. Die ausgefallenen Ideen und die exzentrische, aber überaus sensible Sicht auf die Welt zählen zu Sotos Markenzeichen. Denn dem spanischen Choreographen haben es vor allem die Suchenden angetan – Menschen und Künstler, die nicht ins Konzept passen. So wie die kubanische Soul-Legende La Lupe, der Malasangre gewidmet ist. Auch für „seinen“ Schwanensee zeichnet sich Spannendes ab. Denn Soto zielt auf nichts weniger als den Kern des Mythos: den Moment der Verwandlung vom Menschen zum Tier, von Frau zu Schwan. Die passende magische Klangwelt schuf der junge Komponist und Cellist Peter Gregson.

Marco Goecke: Shara Nur 

Seit Januar 2019 ist Marco Goecke Gauthier Dance als Artist-in-Residence verbunden. Eine Vertrautheit, die mit den Jahren gewachsen ist und sich in immer persönlicheren Kreationen für Gauthier Dance niedergeschlagen hat. Der Schwanensee-Stoff ist wie gemacht für Goeckes dunklen Kosmos und dessen rasende, zitternde Ästhetik. Ein Abstecher in klassische Gefilde kommt für den Ballett-Erneuerer dabei selbstverständlich nicht in Frage. Dem romantischen Topos von den weiblichen Schwänen setzt er jedenfalls von vornherein ein selbstbewusstes Statement entgegen: eine rein männliche Besetzung.