ELLIOTT BROOD

am 26.04.2024
Das Trio Elliott Brood aus dem kanadischen Hamilton/Ontario ist nach allen Regeln der Kunst eine Blaupause für eine traditionsbewusste und zugleich absolut zeitgenössische Alt.Country-Band. Dies gilt nicht nur hinsichtlich ihres Sounds und ihrer... weiterlesen
Tickets ab 21,50 €

Termine

Orte Datum
Hamburg
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Fr. 26.04.2024 20:30 Uhr Tickets ab 21,50 €

Event-Info

Das Trio Elliott Brood aus dem kanadischen Hamilton/Ontario ist nach allen Regeln der Kunst eine Blaupause für eine traditionsbewusste und zugleich absolut zeitgenössische Alt.Country-Band. Dies gilt nicht nur hinsichtlich ihres Sounds und ihrer stets hörbaren Demut vor der gewichtigen Historie des „Great American Songbook“, der sich mit ihrer zügellosen Freude an mächtigen Fuzz- und Verzerrer-Orgien herrlich verbindet. Auch ihr Selbstverständnis als gleichsam produktive wie konsistente Formation schöpft ihren Geist aus der Geschichte der
amerikanischen Roots- und Folkmusik: In knapp zwei Jahrzehnten veröffentlichten Sänger und Gitarrist Mark Sasso, Casey Laforet (Gitarre, Bass, Pedal Steel) sowie Schlagzeuger Stephen Pitkin neun Alben, auf denen sie dem alten Onkel Country immer wieder spannende, unerwartete, zuweilen auch unverfroren eigensinnige Farbtöne verliehen.

Wohl auch deshalb bezeichnen die heimischen Medien Eliott Brood, die sich nach dem (fiktiven) Protagonisten benannten, aus dessen Sicht all die skurrilen Stories in ihren Songtexten erzählt werden, als „die beste kanadische Band, von der du noch nicht gehört hast“. Dabei galt das Trio rund um seine Gründung im Jahr 2004 zunächst als DIE Band der Stunde und als damals prominentester Vertreter der zu der Zeit aufblühenden Alt.-County- Szene Torontos.

Mit ihrem dritten Album „Mountain Meadows“, das 2008 erschien und bis heute als das bedeutendste Referenzwerk für ebendiese Szene gilt, erlangten Elliott Brood folgerichtig genügend Popularität in Nordamerika, um aus dem ursprünglichen Feierabend-Projekt einen zweiten Hauptjob zu machen. Seither erscheint im Schnitt alle 18 Monate ein weiterer Longplayer, flankiert von ausgedehnten Tourneen, oft an der Seite von Genre-Kollegen wie Wilco, War On Drugs, The Sadies oder The Black Crowes.

Bereits auf dem direkten Nachfolger zu ihrem kommerziellen Durchbruch in der Americana- Welt machten die Drei allerdings unmissverständlich klar, dass von ihnen kein gefälliger Konfektions-Country für das US-Radio erwartet werden darf: „Days Into Years“, 2013 ausgezeichnet mit dem renommierten JUNO Award als „bestes Roots-Album des Jahres“, verzichtete nicht nur mit Vorsatz auf die für den Country gewohnte, nostalgisch aufgeladene Klanggrundierung; es war vielmehr der Beginn für ihre ganz eigene, bewusst fordernde Soundästhetik, bei der sie zwar ausschließlich das für traditionelle amerikanische Folkmusik übliche, rein akustische Instrumentarium verwenden, jenes aber mit zahlreichen Distortion-, Overdrive- und Hall-Effekten bis zur krächzenden, wummernden Unkenntlichkeit modifizieren. Statt sattsam ausgelatschter Country-Pfade gehen Elliott Brood also lieber ihren eigenen, akustisch durchaus dornigen Weg durch das dichte Gestrüpp des kantigen, eigensinnigen Underground. Doch hinter diesem gerade bei Konzerten lustvoll zornigen Lärmen verbirgt sich ihre große Qualität als exzellente Songwriter, die dem Purismus und der Reduktion der traditionellen Country-Musik aufrichtig Tribut zollen. Während Eliott Brood, der Geschichtenerzähler ihrer Songs, wie ein virtueller Jack Keruoac der Neuzeit per Anhalter durch den Kontinent streift, Städte, Menschen und ihre Lebensentwürfe observiert - und allzu oft den Kopf schütteln muss über die Bedürfnisse und Sehnsüchte des modernen Menschen.

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Das Trio Elliott Brood aus dem kanadischen Hamilton/Ontario ist nach allen Regeln der Kunst eine Blaupause für eine traditionsbewusste und zugleich absolut zeitgenössische Alt.Country-Band. Dies gilt nicht nur hinsichtlich ihres Sounds und ihrer stets hörbaren Demut vor der gewichtigen Historie des „Great American Songbook“, der sich mit ihrer zügellosen Freude an mächtigen Fuzz- und Verzerrer-Orgien herrlich verbindet. Auch ihr Selbstverständnis als gleichsam produktive wie konsistente Formation schöpft ihren Geist aus der Geschichte der
amerikanischen Roots- und Folkmusik: In knapp zwei Jahrzehnten veröffentlichten Sänger und Gitarrist Mark Sasso, Casey Laforet (Gitarre, Bass, Pedal Steel) sowie Schlagzeuger Stephen Pitkin neun Alben, auf denen sie dem alten Onkel Country immer wieder spannende, unerwartete, zuweilen auch unverfroren eigensinnige Farbtöne verliehen.

Wohl auch deshalb bezeichnen die heimischen Medien Eliott Brood, die sich nach dem (fiktiven) Protagonisten benannten, aus dessen Sicht all die skurrilen Stories in ihren Songtexten erzählt werden, als „die beste kanadische Band, von der du noch nicht gehört hast“. Dabei galt das Trio rund um seine Gründung im Jahr 2004 zunächst als DIE Band der Stunde und als damals prominentester Vertreter der zu der Zeit aufblühenden Alt.-County- Szene Torontos.

Mit ihrem dritten Album „Mountain Meadows“, das 2008 erschien und bis heute als das bedeutendste Referenzwerk für ebendiese Szene gilt, erlangten Elliott Brood folgerichtig genügend Popularität in Nordamerika, um aus dem ursprünglichen Feierabend-Projekt einen zweiten Hauptjob zu machen. Seither erscheint im Schnitt alle 18 Monate ein weiterer Longplayer, flankiert von ausgedehnten Tourneen, oft an der Seite von Genre-Kollegen wie Wilco, War On Drugs, The Sadies oder The Black Crowes.

Bereits auf dem direkten Nachfolger zu ihrem kommerziellen Durchbruch in der Americana- Welt machten die Drei allerdings unmissverständlich klar, dass von ihnen kein gefälliger Konfektions-Country für das US-Radio erwartet werden darf: „Days Into Years“, 2013 ausgezeichnet mit dem renommierten JUNO Award als „bestes Roots-Album des Jahres“, verzichtete nicht nur mit Vorsatz auf die für den Country gewohnte, nostalgisch aufgeladene Klanggrundierung; es war vielmehr der Beginn für ihre ganz eigene, bewusst fordernde Soundästhetik, bei der sie zwar ausschließlich das für traditionelle amerikanische Folkmusik übliche, rein akustische Instrumentarium verwenden, jenes aber mit zahlreichen Distortion-, Overdrive- und Hall-Effekten bis zur krächzenden, wummernden Unkenntlichkeit modifizieren. Statt sattsam ausgelatschter Country-Pfade gehen Elliott Brood also lieber ihren eigenen, akustisch durchaus dornigen Weg durch das dichte Gestrüpp des kantigen, eigensinnigen Underground. Doch hinter diesem gerade bei Konzerten lustvoll zornigen Lärmen verbirgt sich ihre große Qualität als exzellente Songwriter, die dem Purismus und der Reduktion der traditionellen Country-Musik aufrichtig Tribut zollen. Während Eliott Brood, der Geschichtenerzähler ihrer Songs, wie ein virtueller Jack Keruoac der Neuzeit per Anhalter durch den Kontinent streift, Städte, Menschen und ihre Lebensentwürfe observiert - und allzu oft den Kopf schütteln muss über die Bedürfnisse und Sehnsüchte des modernen Menschen.