Dinge, die ich sicher weiß

Dinge, die ich sicher weiß
16.01.2023 – 10.02.2023
Schauspiel von Andrew Bovell Produktion des Ernst Deutsch Theaters Hamburg - ausgezeichnet mit dem 1. INTHEGA-Preis 2022 mit Christoph Tomanek, Maria Hartmann, Nina Petri, Rune Jürgensen, Maximilian von Mühlen und Roxana Safarabadi Bob... weiterlesen
Tickets ab 8,50 €

Event-Info

Schauspiel von Andrew Bovell
Produktion des Ernst Deutsch Theaters Hamburg - ausgezeichnet mit dem 1. INTHEGA-Preis 2022
mit Christoph Tomanek, Maria Hartmann,
Nina Petri, Rune Jürgensen, Maximilian von Mühlen und Roxana Safarabadi

Bob und Fran Price haben vier erwachsene Kinder und jedes dieser Kinder erlebt im Verlauf eines Jahres eine Krise. Die Kinder kommen mit ihren ganz unterschiedlichen Problemen zu den Eltern, suchen bei ihnen Rat, Geborgenheit und Akzeptanz.

Die jüngste Tochter Rosie kommt mit Liebeskummer aus Europa zurück in ihre australische Heimat. Sie sehnt sich nach der Geborgenheit des Elternhauses, einem Ort, der sich, wie sie glaubt, niemals ändert. Pip, die älteste Tochter, kommt nach Hause, als sie ihren Ehemann verlassen will, um ein neues Leben zu beginnen. Sohn Mark sucht die Konfrontation, als er sich endlich dazu durchgerungen hat, öffentlich als Frau zu leben. Und Ben kehrt in sein Elternhaus zurück, als er eine große Summe Geld veruntreut hat.

Die Krisen stellen dabei vor allem für die Eltern ein Problem dar, weil durch sie das Bild, das sie vom jeweiligen Kind haben, oder der Traum, den sie für die Zukunft des Kindes hatten, zerstört wird. Für die Kinder wiederum wird die Krise erst durch die Eltern zu einem ernsten Problem, da sie deren Erwartungen nicht erfüllen, ohne zu merken, dass sie diesen Erwartungen gar nicht gerecht werden können – und es auch nicht müssen.

Der Sehnsucht, die die Kinder zu den Eltern treibt, steht das Bedürfnis gegenüber, von den Eltern loszukommen. Denn, um die Person zu sein, die sie wirklich sind, frei von dem Druck der Erwartungen der Eltern, der auf ihnen lastet, müssen die Kinder ihre Eltern enttäuschen. Bob schildert seiner Frau seine Enttäuschung: Er dachte, die Kinder würden genauso werden wie er und Fran, nur dass sie es einmal besser haben würden. Er und Fran entstammen der Arbeiterschicht, mit viel Fleiß und Mühe haben sie es geschafft, sich den Traum vom Glück zu finanzieren und sich ein Eigenheim anzuschaffen. Und sie haben erreicht, dass den Kindern alle Möglichkeiten offen stehen. Bei diesen Möglichkeiten haben sie jedoch ihre eigenen Vorstellungen davon, welche es sein sollen. Vor allem finanziell und materiell soll es den Kindern besser gehen als ihnen selbst. Ansonsten sollen sie ihr Ebenbild sein, eine Kernfamilie gründen und bitte nicht so weit vom Elternhaus entfernt wohnen.

Event-Info

Schauspiel von Andrew Bovell
Produktion des Ernst Deutsch Theaters Hamburg - ausgezeichnet mit dem 1. INTHEGA-Preis 2022
mit Christoph Tomanek, Maria Hartmann,
Nina Petri, Rune Jürgensen, Maximilian von Mühlen und Roxana Safarabadi

Bob und Fran Price haben vier erwachsene Kinder und jedes dieser Kinder erlebt im Verlauf eines Jahres eine Krise. Die Kinder kommen mit ihren ganz unterschiedlichen Problemen zu den Eltern, suchen bei ihnen Rat, Geborgenheit und Akzeptanz.

Die jüngste Tochter Rosie kommt mit Liebeskummer aus Europa zurück in ihre australische Heimat. Sie sehnt sich nach der Geborgenheit des Elternhauses, einem Ort, der sich, wie sie glaubt, niemals ändert. Pip, die älteste Tochter, kommt nach Hause, als sie ihren Ehemann verlassen will, um ein neues Leben zu beginnen. Sohn Mark sucht die Konfrontation, als er sich endlich dazu durchgerungen hat, öffentlich als Frau zu leben. Und Ben kehrt in sein Elternhaus zurück, als er eine große Summe Geld veruntreut hat.

Die Krisen stellen dabei vor allem für die Eltern ein Problem dar, weil durch sie das Bild, das sie vom jeweiligen Kind haben, oder der Traum, den sie für die Zukunft des Kindes hatten, zerstört wird. Für die Kinder wiederum wird die Krise erst durch die Eltern zu einem ernsten Problem, da sie deren Erwartungen nicht erfüllen, ohne zu merken, dass sie diesen Erwartungen gar nicht gerecht werden können – und es auch nicht müssen.

Der Sehnsucht, die die Kinder zu den Eltern treibt, steht das Bedürfnis gegenüber, von den Eltern loszukommen. Denn, um die Person zu sein, die sie wirklich sind, frei von dem Druck der Erwartungen der Eltern, der auf ihnen lastet, müssen die Kinder ihre Eltern enttäuschen. Bob schildert seiner Frau seine Enttäuschung: Er dachte, die Kinder würden genauso werden wie er und Fran, nur dass sie es einmal besser haben würden. Er und Fran entstammen der Arbeiterschicht, mit viel Fleiß und Mühe haben sie es geschafft, sich den Traum vom Glück zu finanzieren und sich ein Eigenheim anzuschaffen. Und sie haben erreicht, dass den Kindern alle Möglichkeiten offen stehen. Bei diesen Möglichkeiten haben sie jedoch ihre eigenen Vorstellungen davon, welche es sein sollen. Vor allem finanziell und materiell soll es den Kindern besser gehen als ihnen selbst. Ansonsten sollen sie ihr Ebenbild sein, eine Kernfamilie gründen und bitte nicht so weit vom Elternhaus entfernt wohnen.