Die verkaufte Braut

am 09.01.2020
Oper in drei Akten von BED?ICH SMETANA nach einem Libretto von KAREL SABINA gesungen in deutscher Sprache Solisten und Chor des Theaters Pforzheim mit der Badischen Philharmonie Städteoper Südwest / Theater Pforzheim Die Solisten und... weiterlesen
Tickets ab 13,00 €

Termine

nur buchbare Tickets
Orte Datum
nur buchbare Tickets
Singen
Stadthalle Singen
Do. 09.01.2020 20:00 Uhr Tickets ab 13,00 €

Event-Info

Oper in drei Akten von BED?ICH SMETANA
nach einem Libretto von KAREL SABINA
gesungen in deutscher Sprache
Solisten und Chor des Theaters Pforzheim
mit der Badischen Philharmonie
Städteoper Südwest / Theater Pforzheim


Die Solisten und der Chor des Theaters Pforzheim sowie die Badische Philharmonie bringen mit Bed?ich Smetanas „Verkaufter Braut“ eine volksnahe Spieloper mit viel Tempo und Witz zur Aufführung.

Die erste Aufführungsserie des Werks 1866 in Prag stand allerdings unter keinem guten Stern: Aufgrund des preußisch-österreichischen Krieges hielt sich das Publikumsinteresse an einer romantischen Komödie in Grenzen, zudem schreckte eine Hitzewelle das Volk vom Theaterbesuch ab. Doch der tschechische Komponist Bed?ich Smetana gab nicht auf. In den folgenden Jahren veränderte er sein Stück immer wieder, bis ganze vier Fassungen existierten. In der deutschen, stellenweise recht freien Übersetzung hatte das Stück endlich Erfolg, trat einen internationalen Siegeszug an – und machte Smetana posthum zum Nationalkomponisten Tschechiens.

Mit der volksnahen Spieloper leistete Bed?ich Smetana einen wichtigen Beitrag zur tschechischen Musik. Die spieltechnisch anspruchsvolle Ouvertüre führt direkt in die Handlung ein: In einem böhmischen Dorf soll Bauerntochter Marie mit Wenzel, dem Sohn des reichen Bauern Micha, verheiratet werden. Heimlich liebt sie aber den armen Hans. Da Wenzel seine Zukünftige noch nie gesehen hat, nutzt Marie die Gelegenheit: Sie nähert sich ihm inkognito in einem Wirtshaus und erzählt ihm so lange Schauergeschichten über seine Braut, bis er „solch eine“ auf keinen Fall mehr heiraten will. Währenddessen trifft sich Hans mit einem Ehevermittler und lässt sich von ihm überreden, gegen Bezahlung auf Marie zu verzichten. Als die Dorfbewohner von der „verkauften Braut“ erfahren, sind sie entsetzt, Marie ist am Boden zerstört. Doch Hans verfolgt in Wirklichkeit einen Plan, von dem niemand etwas ahnt.

Mit der Oper „Die verkaufte Braut“ wollte Bed?ich Smetana seinen Landsleuten eine tschechische Nationaloper voll Lebenslust, aber auch Melancholie bescheren. Heiter-beschwingt werden dem Publikum die einprägsamen Charaktere eines böhmischen Dorfes vor Augen geführt. Die Musik der Oper begeistert durch folkloristisches Flair und lyrische Arien, die sich mit lebendigen Chören abwechseln. Die Ouvertüre und der „Furiant“, ein schneller Volkstanz, werden häufig in Konzertprogrammen gespielt. Und auch in den Lichtspielhäusern war die Musik 1932 zu hören, als „Die verkaufte Braut“ als erste Filmoper der Kinogeschichte die Besucher in Scharen anlockte.

Bild: Theater Pforzheim