Der Hauptmann von Köpenick

Der Hauptmann von Köpenick
am 15.03.2022
Endlich ist es so weit: Nach jahrelanger Haft ist der Schuster Wilhelm Voigt zurück in Freiheit. Getrieben vom Wunsch, von nun an ein rechtschaffenes Leben zu führen, macht er sich sofort auf Arbeitssuche. Aber das ist leichter gesagt als getan!... weiterlesen
Tickets ab 9,50 €

Termine

Orte Datum
Mosbach
Alte Mälzerei Kultur und Tagungs...
Di. 15.03.2022 19:30 Uhr Tickets ab 9,50 €

Event-Info

Endlich ist es so weit: Nach jahrelanger Haft ist der Schuster Wilhelm Voigt zurück in Freiheit. Getrieben vom Wunsch, von nun an ein rechtschaffenes Leben zu führen, macht er sich sofort auf Arbeitssuche. Aber das ist leichter gesagt als getan! Denn Arbeit bekommt nur, wer eine Aufenthaltsgenehmigung hat. Und diese bekommt nur, wer Arbeit hat. Aus diesem tragikomischen Teufelskreis kommt Voigt auf legalem Weg nicht heraus. Also schlägt er den illegalen Weg ein – doch der führt ihn schnurstracks zurück ins Gefängnis. Zehn Jahre später wiederholt sich das traurige Spiel. Aber diesmal hat Voigt eine bessere Idee und kauft sich eine alte Hauptmannsuniform. Ausgestattet mit ihrer Autorität, gelingt ihm ein einzigartiger bürokratischer Racheakt: Kurzerhand kommandiert er einen vorbeimarschierenden Zug Soldaten ab und besetzt das Köpenicker Rathaus.

Mit Der Hauptmann von Köpenick – der laut Thomas Mann „besten Komödie der Weltliteratur seit Gogols Revisor“ – schrieb Carl Zuckmayer eine humorvolle Satire auf das Kaiserreich, in der er Militarismus und blinden Gehorsam aufs Korn nimmt. Noch heute ist die Geschichte des Schusters Voigt eine eindringliche Warnung vor Gesellschaften, in denen der Schein wichtiger ist als das Sein und starre Hierarchien mehr zählen als die Würde des Einzelnen.

Carl Zuckmayer

Carl Zuckmayer (1896-1977) gilt als einer der wichtigsten Autoren der Weimarer Republik. 1925 konnte er im Alter von 28 Jahren mit dem Lustspiel Der Fröhliche Weinberg seinen ersten Erfolg feiern und avancierte schnell zum meistgespielten deutschen Dramatiker seiner Zeit. Nachdem seine Stücke 1933 von den Nationalsozialisten verboten wurden, emigrierte er über Österreich in die USA und kehrte 1946 nach Deutschland zurück. Hier konnte er vor allem mit Des Teufels General an seine Vorkriegserfolge anschließen.

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Endlich ist es so weit: Nach jahrelanger Haft ist der Schuster Wilhelm Voigt zurück in Freiheit. Getrieben vom Wunsch, von nun an ein rechtschaffenes Leben zu führen, macht er sich sofort auf Arbeitssuche. Aber das ist leichter gesagt als getan! Denn Arbeit bekommt nur, wer eine Aufenthaltsgenehmigung hat. Und diese bekommt nur, wer Arbeit hat. Aus diesem tragikomischen Teufelskreis kommt Voigt auf legalem Weg nicht heraus. Also schlägt er den illegalen Weg ein – doch der führt ihn schnurstracks zurück ins Gefängnis. Zehn Jahre später wiederholt sich das traurige Spiel. Aber diesmal hat Voigt eine bessere Idee und kauft sich eine alte Hauptmannsuniform. Ausgestattet mit ihrer Autorität, gelingt ihm ein einzigartiger bürokratischer Racheakt: Kurzerhand kommandiert er einen vorbeimarschierenden Zug Soldaten ab und besetzt das Köpenicker Rathaus.

Mit Der Hauptmann von Köpenick – der laut Thomas Mann „besten Komödie der Weltliteratur seit Gogols Revisor“ – schrieb Carl Zuckmayer eine humorvolle Satire auf das Kaiserreich, in der er Militarismus und blinden Gehorsam aufs Korn nimmt. Noch heute ist die Geschichte des Schusters Voigt eine eindringliche Warnung vor Gesellschaften, in denen der Schein wichtiger ist als das Sein und starre Hierarchien mehr zählen als die Würde des Einzelnen.

Carl Zuckmayer

Carl Zuckmayer (1896-1977) gilt als einer der wichtigsten Autoren der Weimarer Republik. 1925 konnte er im Alter von 28 Jahren mit dem Lustspiel Der Fröhliche Weinberg seinen ersten Erfolg feiern und avancierte schnell zum meistgespielten deutschen Dramatiker seiner Zeit. Nachdem seine Stücke 1933 von den Nationalsozialisten verboten wurden, emigrierte er über Österreich in die USA und kehrte 1946 nach Deutschland zurück. Hier konnte er vor allem mit Des Teufels General an seine Vorkriegserfolge anschließen.