Das Wunder von der Grotenburg - Premiere

Das Wunder von der Grotenburg - Premiere
am 20.10.2022
"Wie Uerdinger Fußball die DDR stürzte" Die Uraufführung von „Das Wunder von der Grotenburg“ geht nicht nur Fußballfans unter die Haut. Die deutsch-deutsche Geschichte erzählt von menschlichen Tragödien. Im Premierenpublikum saßen auch Spieler... weiterlesen
Tickets ab 15,00 €

Termine

Orte Datum
Mönchengladbach
Theater Mönchengladbach
Do. 20.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 15,00 €

Event-Info

"Wie Uerdinger Fußball die DDR stürzte"

Die Uraufführung von „Das Wunder von der Grotenburg“ geht nicht nur Fußballfans unter die Haut. Die deutsch-deutsche Geschichte erzählt von menschlichen Tragödien. Im Premierenpublikum saßen auch Spieler von damals.

Wie spannend kann ein Theaterstück über ein Fußballspiel sein, von dem es keine einzige Szene zu sehen gibt und bei dem jeder Zuschauer das Ergebnis kennt? Die Antwort liefert das Theater, und sie lautet: Sehr! (…) Vor diesem Hintergrund erzählt Höfken gekonnt eine Geschichte um die Stasi, ein deutsch-deutsches Familiendrama und immer wieder eines Fußballspiels, das auch 35 Jahre später noch mitreißt. (…) Das Spiel, so ist in der Aufführung immer zu spüren, war weit mehr als Sport. Für die Uerdinger ging es um ein Europapokal-Viertelfinale. Für die Dresdner war es der Kampf gegen den Klassenfeind – und wirkt bis heute nach. (…) Auch das kunstvoll eingewobene Familiendrama um Müller und seine Schwester reißt mit, sorgt für Nachdenklichkeit und Gänsehaut beim Publikum. (…) „Das Wunder von der Grotenburg“ ist ein Stück, das sicher jeden Fußballfan begeistert, das aber so viel mehr ist. Ein Stück deutsch-deutscher Geschichte – und vielleicht, diese These ist zumindest schlüssig – der Anfang vom Ende des Unrechtsregimes in der DDR. Das bedeutet aber auch: Bayer 05 Uerdingen hätte in dieser Betrachtung den Lauf der Welt verändert. [Sven Schalljo, Rheinische Post, 11.06.2021] Das Wunder von der Grotenburg … ist eine Sitcom (…) Rüdiger Höfkens halb-inszenierte Lesung für das Theater Krefeld und Mönchengladbach ist eine charmante Auseinandersetzung mit dem Fußballspiel und dem Drumherum. Es bleibt in Teilen boulevardesk. Kurze Abschnitte enden mit Pointen, die auch mal zünden. (…) Das Stück beginnt, wie Sitcoms, mit einem Prolog, in dem die Grundcharaktere vorgestellt werden, deren Biografie sich mit dem Fußballspiel verzahnt. Protagonisten: Ein Krefelder Lehrer, Alexander Burbach, gespielt von Höfken, KFC-Fan mit Leib und Seele, seine Frau Kathrin Burbach, charmant verkörpert durch Ixkes, Übersetzerin, die am Anfang noch in Budapest weilt und ihr Bruder Gerd Müller, glänzend gespielt von Grosse, Autor und Journalist, der just an diesem Tag zu Besuch kommt; letztere stammen aus Dresden. Das Bühnenbild (Udo Hesse) spielt mit einer Wohnzimmer-Situation. (…) Es geht hier auch um eine Deutsch-Deutsche Familiengeschichte. (…) Als Strukturelement dient das Spiel. Teilweise nimmt das Stück – obwohl alle aus dem Manuskript lesen, ist es mehr Theaterstück als Lesung – mit Höfkens satt-schrulliger Darstellung des KFC-Fans Fahrt auf. Grosse glänzt mit schauspielerischer Authentizität, liefert in besonderen Momenten Tiefe, die gut getaugt hätte, mehr mitreißende Emotionen zu evozieren. (…)

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"Wie Uerdinger Fußball die DDR stürzte"

Die Uraufführung von „Das Wunder von der Grotenburg“ geht nicht nur Fußballfans unter die Haut. Die deutsch-deutsche Geschichte erzählt von menschlichen Tragödien. Im Premierenpublikum saßen auch Spieler von damals.

Wie spannend kann ein Theaterstück über ein Fußballspiel sein, von dem es keine einzige Szene zu sehen gibt und bei dem jeder Zuschauer das Ergebnis kennt? Die Antwort liefert das Theater, und sie lautet: Sehr! (…) Vor diesem Hintergrund erzählt Höfken gekonnt eine Geschichte um die Stasi, ein deutsch-deutsches Familiendrama und immer wieder eines Fußballspiels, das auch 35 Jahre später noch mitreißt. (…) Das Spiel, so ist in der Aufführung immer zu spüren, war weit mehr als Sport. Für die Uerdinger ging es um ein Europapokal-Viertelfinale. Für die Dresdner war es der Kampf gegen den Klassenfeind – und wirkt bis heute nach. (…) Auch das kunstvoll eingewobene Familiendrama um Müller und seine Schwester reißt mit, sorgt für Nachdenklichkeit und Gänsehaut beim Publikum. (…) „Das Wunder von der Grotenburg“ ist ein Stück, das sicher jeden Fußballfan begeistert, das aber so viel mehr ist. Ein Stück deutsch-deutscher Geschichte – und vielleicht, diese These ist zumindest schlüssig – der Anfang vom Ende des Unrechtsregimes in der DDR. Das bedeutet aber auch: Bayer 05 Uerdingen hätte in dieser Betrachtung den Lauf der Welt verändert. [Sven Schalljo, Rheinische Post, 11.06.2021] Das Wunder von der Grotenburg … ist eine Sitcom (…) Rüdiger Höfkens halb-inszenierte Lesung für das Theater Krefeld und Mönchengladbach ist eine charmante Auseinandersetzung mit dem Fußballspiel und dem Drumherum. Es bleibt in Teilen boulevardesk. Kurze Abschnitte enden mit Pointen, die auch mal zünden. (…) Das Stück beginnt, wie Sitcoms, mit einem Prolog, in dem die Grundcharaktere vorgestellt werden, deren Biografie sich mit dem Fußballspiel verzahnt. Protagonisten: Ein Krefelder Lehrer, Alexander Burbach, gespielt von Höfken, KFC-Fan mit Leib und Seele, seine Frau Kathrin Burbach, charmant verkörpert durch Ixkes, Übersetzerin, die am Anfang noch in Budapest weilt und ihr Bruder Gerd Müller, glänzend gespielt von Grosse, Autor und Journalist, der just an diesem Tag zu Besuch kommt; letztere stammen aus Dresden. Das Bühnenbild (Udo Hesse) spielt mit einer Wohnzimmer-Situation. (…) Es geht hier auch um eine Deutsch-Deutsche Familiengeschichte. (…) Als Strukturelement dient das Spiel. Teilweise nimmt das Stück – obwohl alle aus dem Manuskript lesen, ist es mehr Theaterstück als Lesung – mit Höfkens satt-schrulliger Darstellung des KFC-Fans Fahrt auf. Grosse glänzt mit schauspielerischer Authentizität, liefert in besonderen Momenten Tiefe, die gut getaugt hätte, mehr mitreißende Emotionen zu evozieren. (…)