Christopher Rüping / Münchner Kammerspiele - Dionysos Stadt Open Air

07.08.2021 – 08.08.2021
Mit „Dionysos Stadt Open Air“ wird die umjubelte und vielfach ausgezeichnete Inszenierung von Christopher Rüping an den Münchner Kammerspielen eigens für den Sommerbau adaptiert. Ein fast zehnstündiger Theatermarathon, der den Bogen der Götter-,... weiterlesen
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Event-Info

Mit „Dionysos Stadt Open Air“ wird die umjubelte und vielfach ausgezeichnete Inszenierung von Christopher Rüping an den Münchner Kammerspielen eigens für den Sommerbau adaptiert. Ein fast zehnstündiger Theatermarathon, der den Bogen der Götter-, Helden- und Menschheitsgeschichte von Zeus und Prometheus über Achill, Helena, Kassandra und Elektra bis ins Heute (etwa zu Zinédine Zidane) spannt. Die in Rüpings Version nicht mehr ganz so alten Griechen wollen nicht länger Opfer des Schicksals sein, von äußeren Zwängen determiniert werden, die ständig und unausweichlich über sie hereinbrechen. Sie treten in Konflikt mit den Göttern und der Welt der Mythen, beginnen zu hadern, auch wenn jeder Ausweg zunächst der Falsche zu sein scheint, schuldbeladen und fatal. Heute haben die Menschen andere Probleme, oder? Aber die erste Demokratie der Welt, die im 5. Jahrhundert v. Chr. in Athen entstand, verhandelte diese Themen im Theater, das Volksfest und -versammlung zugleich war: ein Kult der kollektiven Emanzipation. Das damalige Publikum in Athen eignete sich in Tragödien, Komödien und Satyrspielen die alten Stoffe an, machte sie erlebbar und überwindbar. „Dionysos Stadt Open Air“ vergegenwärtigt nun seinerseits die Figuren, Texte und politischen Umstände des griechischen Dramas und nähert sich den Fragen und Konflikten der Antike aus zeitgenössischer Perspektive.

Foto: Julian Baumann

Event-Info

Mit „Dionysos Stadt Open Air“ wird die umjubelte und vielfach ausgezeichnete Inszenierung von Christopher Rüping an den Münchner Kammerspielen eigens für den Sommerbau adaptiert. Ein fast zehnstündiger Theatermarathon, der den Bogen der Götter-, Helden- und Menschheitsgeschichte von Zeus und Prometheus über Achill, Helena, Kassandra und Elektra bis ins Heute (etwa zu Zinédine Zidane) spannt. Die in Rüpings Version nicht mehr ganz so alten Griechen wollen nicht länger Opfer des Schicksals sein, von äußeren Zwängen determiniert werden, die ständig und unausweichlich über sie hereinbrechen. Sie treten in Konflikt mit den Göttern und der Welt der Mythen, beginnen zu hadern, auch wenn jeder Ausweg zunächst der Falsche zu sein scheint, schuldbeladen und fatal. Heute haben die Menschen andere Probleme, oder? Aber die erste Demokratie der Welt, die im 5. Jahrhundert v. Chr. in Athen entstand, verhandelte diese Themen im Theater, das Volksfest und -versammlung zugleich war: ein Kult der kollektiven Emanzipation. Das damalige Publikum in Athen eignete sich in Tragödien, Komödien und Satyrspielen die alten Stoffe an, machte sie erlebbar und überwindbar. „Dionysos Stadt Open Air“ vergegenwärtigt nun seinerseits die Figuren, Texte und politischen Umstände des griechischen Dramas und nähert sich den Fragen und Konflikten der Antike aus zeitgenössischer Perspektive.

Foto: Julian Baumann