Christoph Soldan & Schlesische Kammersolisten

am 29.09.2021
Programm: L. v. Beethoven (1770-1827) Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58 Allegro moderato Andante con moto Rondo. Vivace A. Dvorak (1841-1904) Quintett G–Dur op. 77 (für Streichquartett und Kontrabaß) Allegro con fuoco Allegro vivace Poco... weiterlesen
Tickets ab 12,50 €

Termine

Orte Datum
Bad Saulgau
Altes Kloster
Mi. 29.09.2021 19:00 Uhr Tickets ab 12,50 €

Event-Info

Programm:
L. v. Beethoven (1770-1827) Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58
Allegro moderato
Andante con moto
Rondo. Vivace

A. Dvorak (1841-1904) Quintett G–Dur op. 77
(für Streichquartett und Kontrabaß)
Allegro con fuoco
Allegro vivace
Poco andante
Allegro assai

Musiker:
Christoph Soldan, Klavier
Darius Zboch, Violine
Jakub Lysik, Violine
Joroslaw Marzec, Viola
Katarzyna Biedrowska, Violoncello
David Lewandowsky, Kontrabass

Interview Alban Beikircher - Christoph Soldan:

A.B:
Lachners Bearbeitung von Beethovens 4. Klavierkonzert entstand recht bald nach der Uraufführung dieses Werkes und wird seitdem immer wieder gespielt. Warum eignet sich gerade das G-Dur Klavierkonzert besonders für eine Bearbeitung für Streichquintett?

Christoph Soldan:
Das Arrangement eines orchestral besetzten Werkes für ein Kammerensemble birgt ja immer die Gefahr des klanglichen Verlustes in sich und manche/r Zuhörer/in sucht dann nach den (Klang)Farben der Komposition in der bekannten Orchesterversion. Das Arrangement des 4. Klavierkonzertes entgeht dieser Gefahr, weil das Konzert selbst ein vom Komponisten kammermusikalisch angelegtes Werk ist. So ist beispielsweise der 2. Satz eine reine Streicherbesetzung im Original. Das Wechselspiel zwischen dem Klavier als Soloinstrument und dem „Begleitapparat“ ist getragen von raffiniertester thematischer Arbeit, die nicht unbedingt den sogenannten durchbrochenen Stil eines großen Symphonieorchesters benötigt. Als Beispiel sei die Eröffnung des Werkes genannt, in der das beginnende Klavier in G-Dur mit dem Streichorchester in H-Dur kontrastiert. Dieser Effekt einer harmonischen Rückung ist nun im wahrsten Sinne des Wortes so berückend, dass dabei der Farbeffekt in den Hintergrund tritt. Beethoven hat damit im Jahr 1806 übrigens eine Pionierrolle als Komponist eingenommen. Das G-Dur-Konzert ist das erste in der Musikgeschichte, das nicht mit dem Einsatz des Orchesters sondern mit dem des Klavieres beginnt.

Event-Info

Programm:
L. v. Beethoven (1770-1827) Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58
Allegro moderato
Andante con moto
Rondo. Vivace

A. Dvorak (1841-1904) Quintett G–Dur op. 77
(für Streichquartett und Kontrabaß)
Allegro con fuoco
Allegro vivace
Poco andante
Allegro assai

Musiker:
Christoph Soldan, Klavier
Darius Zboch, Violine
Jakub Lysik, Violine
Joroslaw Marzec, Viola
Katarzyna Biedrowska, Violoncello
David Lewandowsky, Kontrabass

Interview Alban Beikircher - Christoph Soldan:

A.B:
Lachners Bearbeitung von Beethovens 4. Klavierkonzert entstand recht bald nach der Uraufführung dieses Werkes und wird seitdem immer wieder gespielt. Warum eignet sich gerade das G-Dur Klavierkonzert besonders für eine Bearbeitung für Streichquintett?

Christoph Soldan:
Das Arrangement eines orchestral besetzten Werkes für ein Kammerensemble birgt ja immer die Gefahr des klanglichen Verlustes in sich und manche/r Zuhörer/in sucht dann nach den (Klang)Farben der Komposition in der bekannten Orchesterversion. Das Arrangement des 4. Klavierkonzertes entgeht dieser Gefahr, weil das Konzert selbst ein vom Komponisten kammermusikalisch angelegtes Werk ist. So ist beispielsweise der 2. Satz eine reine Streicherbesetzung im Original. Das Wechselspiel zwischen dem Klavier als Soloinstrument und dem „Begleitapparat“ ist getragen von raffiniertester thematischer Arbeit, die nicht unbedingt den sogenannten durchbrochenen Stil eines großen Symphonieorchesters benötigt. Als Beispiel sei die Eröffnung des Werkes genannt, in der das beginnende Klavier in G-Dur mit dem Streichorchester in H-Dur kontrastiert. Dieser Effekt einer harmonischen Rückung ist nun im wahrsten Sinne des Wortes so berückend, dass dabei der Farbeffekt in den Hintergrund tritt. Beethoven hat damit im Jahr 1806 übrigens eine Pionierrolle als Komponist eingenommen. Das G-Dur-Konzert ist das erste in der Musikgeschichte, das nicht mit dem Einsatz des Orchesters sondern mit dem des Klavieres beginnt.