Antigone - Schauspiel von Sophokles

Antigone - Schauspiel von Sophokles
31.03.2023 – 30.04.2023
Die thebanische Königstochter Antigone stammt aus einer verfluchten Familie: Ihr Vater war Ödipus, der unwissentlich seinen Vater erschlug, seine Mutter heiratete und mit ihr vier Kinder zeugte: neben Antigone und ihrer Schwester Ismene auch... weiterlesen
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Event-Info

Die thebanische Königstochter Antigone stammt aus einer verfluchten Familie: Ihr Vater war Ödipus, der unwissentlich seinen Vater erschlug, seine Mutter heiratete und mit ihr vier Kinder zeugte: neben Antigone und ihrer Schwester Ismene auch die Zwillingsbrüder Eteokles und Polyneikes. Als Ödipus die Wahrheit über sich und seine frevelhafte Ehe erfuhr, blendete er sich selbst. Die vier Kinder kamen in die Obhut ihres Onkels Kreon. Obwohl sich die Zwillinge ursprünglich mit der Herrschaft über Theben abwechseln wollten, war Eteokles nach einem Jahr Alleinherrschaft nicht bereit, die Macht abzugeben, und vertrieb Polyneikes, der seinerseits gegen die Stadt in den Krieg zog. Theben konnte zwar nicht erobert werden, im Zweikampf töteten sich die Brüder aber gegenseitig.

Und hier beginnt die Tragödie der Antigone: Kreon, der inzwischen die Königskrone trägt, hat angeordnet, dass nur Eteokles mit allen Ehren begraben werden soll. Die Leiche des ‚Verräter‘ Polyneikes soll dagegen den wilden Tieren zum Fraß dienen; sie zu bestatten, ist bei Todesstrafe verboten. Das kann Antigone nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren: Für sie ist das göttliche Gesetz, dass man alle Toten begraben muss, um ihnen den Eintritt in die Unterwelt zu ermöglichen, mehr wert als das von Kreon erlassene Gebot. Da sie ihre Schwester Ismene nicht davon überzeugen kann, den Bruder gemeinsam zu beerdigen, handelt Antigone allein. Kreon, der erfährt, dass seine Nichte seinen ausdrücklichen Befehlen zuwider gehandelt hat, steht vor einem Dilemma: Soll und darf er Antigone, die Braut seines Sohnes Haimon, für ihren Ungehorsam töten lassen oder kann er sich ihrer Argumentation anschließen?

Es ist ungeheuerlich, mit welcher Wucht uns das vor rund 2400 Jahren entstandene altgriechische Drama auch heute noch begegnet: In „Antigone“ prallen zwei Welten, zwei verschiedene Auffassungen von Recht und Unrecht, Befehl und Gehorsam, Mensch und Staat aufeinander. Und dieser Konflikt wird ausgefochten in einem Duell zwischen Mann und Frau: Kreon vs. Antigone. Mühelos überspringt Sophokles’ zeitloser Klassiker die Jahrtausende seit seiner Entstehung und trifft uns auch heute noch direkt ins Mark.

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Die thebanische Königstochter Antigone stammt aus einer verfluchten Familie: Ihr Vater war Ödipus, der unwissentlich seinen Vater erschlug, seine Mutter heiratete und mit ihr vier Kinder zeugte: neben Antigone und ihrer Schwester Ismene auch die Zwillingsbrüder Eteokles und Polyneikes. Als Ödipus die Wahrheit über sich und seine frevelhafte Ehe erfuhr, blendete er sich selbst. Die vier Kinder kamen in die Obhut ihres Onkels Kreon. Obwohl sich die Zwillinge ursprünglich mit der Herrschaft über Theben abwechseln wollten, war Eteokles nach einem Jahr Alleinherrschaft nicht bereit, die Macht abzugeben, und vertrieb Polyneikes, der seinerseits gegen die Stadt in den Krieg zog. Theben konnte zwar nicht erobert werden, im Zweikampf töteten sich die Brüder aber gegenseitig.

Und hier beginnt die Tragödie der Antigone: Kreon, der inzwischen die Königskrone trägt, hat angeordnet, dass nur Eteokles mit allen Ehren begraben werden soll. Die Leiche des ‚Verräter‘ Polyneikes soll dagegen den wilden Tieren zum Fraß dienen; sie zu bestatten, ist bei Todesstrafe verboten. Das kann Antigone nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren: Für sie ist das göttliche Gesetz, dass man alle Toten begraben muss, um ihnen den Eintritt in die Unterwelt zu ermöglichen, mehr wert als das von Kreon erlassene Gebot. Da sie ihre Schwester Ismene nicht davon überzeugen kann, den Bruder gemeinsam zu beerdigen, handelt Antigone allein. Kreon, der erfährt, dass seine Nichte seinen ausdrücklichen Befehlen zuwider gehandelt hat, steht vor einem Dilemma: Soll und darf er Antigone, die Braut seines Sohnes Haimon, für ihren Ungehorsam töten lassen oder kann er sich ihrer Argumentation anschließen?

Es ist ungeheuerlich, mit welcher Wucht uns das vor rund 2400 Jahren entstandene altgriechische Drama auch heute noch begegnet: In „Antigone“ prallen zwei Welten, zwei verschiedene Auffassungen von Recht und Unrecht, Befehl und Gehorsam, Mensch und Staat aufeinander. Und dieser Konflikt wird ausgefochten in einem Duell zwischen Mann und Frau: Kreon vs. Antigone. Mühelos überspringt Sophokles’ zeitloser Klassiker die Jahrtausende seit seiner Entstehung und trifft uns auch heute noch direkt ins Mark.